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"Paddington": Heitere Verfilmung eines Kinderbuchs

Verfilmung im Kino : Neues Abenteuer mit Bär "Paddington"

Kinderfilme im 21. Jahrhundert sind oft laut, bunt und glitzernd, vollgestopft mit Technik und Effekten. Kann ein harmloser, trotteliger Braunbär aus dem dunkelsten Peru da noch mithalten?

Nach einem Erdbeben im Bärenwald von Peru muss der kleine Bär als einer der wenigen Überlebenden auswandern. Als blinder Passagier auf einem Frachtschiff, ausgestattet mit reichlich Orangenmarmelade zum Überleben, kommt er nach London. Die Familie Brown trifft am Bahnhof Paddington auf das arme, einsame Geschöpf, dessen Tante ihm in Anlehnung an die Kinderverschickung in Kriegszeiten ein Schild um den Hals hängte: "Bitte kümmern Sie sich um diesen Bären - danke!". Die Browns werden weich, auch dank der guten Manieren des Bären, der stets freundlich und zuvorkommend grüßt - wie er es einst von einem englischen Entdecker in Peru gelernt hatte. Sie taufen ihn auf den Namen des Bahnhofs und nehmen ihn mit nach Hause. In dem gutbürgerlichen Haus stellt Paddington allerlei Blödsinn an. Paul King hat mit Paddington einen Film gemacht, der Kinder lauthals zum Lachen bringen wird - und Erwachsene zum Schmunzeln. Neun Jahre läuft das Vorhaben bereits. Es ist das erste Mal, dass der Stoff von Michael Bond (88), der im Film kurz als Statist auftaucht, fürs Kino aufbereitet wird.

(RP)