Kurzkritik: Nazi-Satire "Iron Sky"

Kurzkritik : Nazi-Satire "Iron Sky"

Worum geht's? Eine Gruppe von Nazis hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg auf der dunklen Seite des Monds verschanzt. Nun planen die konservierten Nazis die Rückkehr auf die Erde und natürlich den Endsieg. Allerdings haben sie nicht damit gerechnet, dass in den USA inzwischen die Konservative Superfrau Sarah Palin regiert. Und der kommt ein Krieg gerade recht.

Wer spielt mit? Der Film ist eine finnisch, australisch, deutsche Koproduktion. Unter anderem geben Udo Kier und Götz Otto verbiesterte Nazi-Offiziere, Stephanie Paul karikiert gekonnt die amerikanische Präsidentin.

Wie ist der Film? Bei der Berlinale galt die Trash-Komödie als Geheimtipp — was auch mit der Reizüberflutung bei Festivals zu erklären ist. Der finnische Regisseur Timo Vuorensola setzt viel daran, den Film unbeholfen und billig aussehen zu lassen. Er soll anarchisch witzig und damit wohl tabufrei frech wirken. Viele Gags sind aber eher so harmlos wie die Idee, das Raumschiff der Nazis "Reichsflugscheibe" zu nennen. Wirklich böse wird diese Nazi-Klamotte also nicht, doch die verquere Mischung aus Retro-Science-Fiction und hohler Nazi-Superhelden-Ästhetik ist so schrullig, dass der Film gut unterhält.

Bewertung: 3 von 5 Sternen

(RP)
Mehr von RP ONLINE