"Lügen und andere Wahrheiten": Komödie über den Stress vor der Hochzeit

"Lügen und andere Wahrheiten" im Kino : Komödie über den Stress vor der Hochzeit

Schwindeln oder die Wahrheit sagen? Eine schwierige Frage. Denn unter Umständen lässt es sich besser leben, wenn man manches verschweigt. Andererseits - wie soll man dann noch vertrauen? In "Lügen und andere Wahrheiten" geht Regisseurin Vanessa Jopp diesem Dilemma nach. Die Zahnärztin Coco will in Kürze ihren Freund Carlos heiraten.

Die Stimmung ist angespannt - zu groß ist der Stress, dieses Ereignis zum schönsten Tag im Leben zu machen. Da hilft es auch nicht, dass ihre Freunde, ihr Verlobter und auch Coco selbst in ein Netz aus ganz alltäglichen Schwindeleien, Notlügen und Täuschungen verstrickt sind.

Meret Becker spielt die Zahnärztin, perfektionistisch, streng und etwas zickig. In ihrem Wunsch nach der komplett durchgeplanten Traumhochzeit merkt sie gar nicht, dass sie immer abweisender und ungeduldiger wird. Ihr Freund Carlos (Thomas Heinze) hingegen nimmt das Leben leicht. Nicht nur, dass er seinen Führerschein verliert. Beim Junggesellenabschied stürzt er gehörig ab und ist nicht mal in der Lage, die Trauringe zu besorgen - doch das würde er nie zugeben.

Cocos Trauzeugin Patti (Jeanette Hain) dagegen hat eine heimliche Affäre mit dem Yoga-Lehrer Andi (Florian David Fitz). Der wiederum ist Cocos Zahnarzthelferin Vera (Alina Levshin) ausgeliefert, die Andi mit einem dunklen Geheimnis erpressen will. Zwischendurch gerät zwar manches aus dem Fokus und wirkt auch etwas vorhersehbar. Doch gegen Ende führt Jopp mit ihrem Ensemble alle Fäden wieder geschickt zusammen. Lustig ist der Film allemal.

(dpa)
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