Tanzfilm "Step Up in 3D": Krieg der Tänzer

Tanzfilm "Step Up in 3D" : Krieg der Tänzer

(RP). Moose ist eigentlich nach New York gekommen, um zu studieren. Aber schon bei der Orientierungsführung für Erstsemester – keine fünf Minuten, nachdem er seine gluckenden Eltern abgeschüttelt hat – geht Moose (Adam Sevani) verloren. Er lässt sich hineinziehen ins Straßenleben, in die brodelnde Alternativkultur, die Ecken und Plätze besetzt. Er zeigt den örtlichen Straßentänzern, dass auch er trotz seines Weißbrotlächelns ein paar Moves draufhat, und steckt nun mittendrin im Krieg der Tanzgruppen.

(RP). Moose ist eigentlich nach New York gekommen, um zu studieren. Aber schon bei der Orientierungsführung für Erstsemester — keine fünf Minuten, nachdem er seine gluckenden Eltern abgeschüttelt hat — geht Moose (Adam Sevani) verloren. Er lässt sich hineinziehen ins Straßenleben, in die brodelnde Alternativkultur, die Ecken und Plätze besetzt. Er zeigt den örtlichen Straßentänzern, dass auch er trotz seines Weißbrotlächelns ein paar Moves draufhat, und steckt nun mittendrin im Krieg der Tanzgruppen.

Auch der dritte Teil der "Step Up"-Reihe, der mit 3-D-Kameras gedreht wurde, beweist mehr Gespür für die Träume der Kids als die Konkurrenz im Genre. Moose landet in der Crew von Straßentänzer Luke (Rick Malambri). Die hat ein eigenes Haus, betreibt einen Club im Erdgeschoss und bildet in den Räumen darüber eine Groß-WG.

Dieses Heim, wie die Crew "House of Pirates" genannt, stellt mehr dar als den Studententraum von bezahlbarem Wohnraum in der Metropole. So fix geht es mit der Aufnahme des Neuen, so kunterbunt sieht die Truppe aus, so erfolgreich ist ihr Kampf gegen Bedrohungen von außen, dass wir ein wenig an Nimmerland und Peter Pans Bande denken müssen.

Insel der Teens und Twens

Ja, in "Step Up 3D" haben wir eine Insel für Teens und Twens vor uns, die ein anderes, selbstbestimmteres Leben suchen. Nur ist der Ausstieg hier nicht mehr von der Illusion allgemeiner Harmonie geprägt. Der Leistungsdruck ist hoch, die Konkurrenz der Tanzgruppen spiegelt die Durchsetzungsrituale der Leistungsgesellschaft. Nur dass diese Form der Leistung den Beteiligten eben mehr Spaß macht als ein schneidiger Bankjob.

Die Tanzeinlagen sind gewohnt druckvoll und flott. Auch Regisseur Jon M. Chu kann zwar nicht verhindern, dass die bösen Crews, die ein bisschen ghettogangsterhafter auftreten als unsere Helden, letztlich beeindruckender sind. Auch diesmal fragt man sich, warum eigentlich alle Juroren so sicher sind, dass die nette Crew mit ihrer netten Choreographie so viel besser tanzt als die böse Crew mit ihren raumgreifenden Ich-mach-Dich-platt-Alter-Auftritten. Aber die 3D-Wirkungen sind schöner als in "Streetdance 3D", und die Hoffnung der Figuren und Fans ist besser getroffen: dass die eigene junge Kultur Spaß und Arbeit verknüpfen kann.

Wobei: Moose studiert dann doch vorsichtshalber nebenbei weiter.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

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(RP)