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Kinostarts: Doku über den Starkoch Yotam Ottolenghi

Doku über den Starkoch Yotam Ottolenghi : Eine Orgie des Backens

Der Starkoch ist mit seiner modernen und oft gemüsebasierten Küche berühmt geworden. In einer Doku zeigt er jetzt sein Können als Patissier und kreiert ein von Schloss Versailles inspiriertes Dessert-Buffet.

(dpa) Er gehört zu den erfolgreichsten Köchen und Kochbuchautoren unserer Zeit: Yotam Ottolenghi. Der 52-Jährige hat schließlich nicht nur mehrere Restaurants und Spezialitätenläden in London. Vor allem mit seinen Kochbüchern genießt er bei vielen Menschen weltweit regelrechten Kultstatus. Seine Rezepte, seine Ideen – all das scheint einen bestimmten Nerv zu treffen. Nun kommt eine Dokumentation über ihn in die Kinos.

Mit Kolumnen in der britischen Zeitung „Guardian“ wurde Ottolenghi bekannt. Mittlerweile hat der 52-Jährige mehrere Kochbücher veröffentlicht. In „Jerusalem“ zum Beispiel setzt er sich mit seiner Herkunft auseinander – in der Stadt wurde er 1968 als Sohn einer Deutschen und eines Italieners geboren. Das jüngste Buch namens „Shelf Love“ wurde vom Team seiner Testküche entwickelt. Während der Pandemie hätten sie angefangen, Vorräte aufzubrauchen, heißt es im Vorwort. Und um dieses Thema soll es auch im Buch gehen. Vorgestellt werden zum Beispiel Tipps, was man aus Limetten machen kann, wenn man noch welche übrig hat. Oder es wird erklärt, wie die Kichererbsenpaste Hummus besonders cremig wird.

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Bekannt ist Yotam Ottolenghi auch für mehrere Bücher zur vegetarischen Ernährung. Das macht ihn nach Meinung von Dieter Kosslick aus. Kosslick leitete viele Jahre die Internationalen Filmfestspiele in Berlin, 2019 war dort auch Ottolenghi eingeladen. Ottolenghi habe die Küche verändert wie sonst nur Eckart Witzigmann, findet Kosslick. „Dass auch überzeugte Fleischesser nach Ottolenghis vegetarischen Rezepten glücklich sind – das ist für mich seine wahre Leistung.“

Einen ganz anderen Einblick in seine Arbeit ermöglicht dem Zuschauer nun die US-Regisseurin Laura Gabbert: „Für eine Ausstellung zu Versailles im berühmten Metropolitan Museum of Art in New York bekommt Ottolenghi den Auftrag, ein extravagantes Dessert-Buffet ganz im Sinne des Mottos zu kreieren“, heißt es in der Ankündigung. Und genau dabei begleitet die Dokumentation ihn und sein Team nun. Gemeinsam mit fünf Konditoren von Weltrang, die ihre Köstlichkeiten als Kunstwerke verstehen, kreierte Ottolenghi Kuchen und andere Süßspeisen, die allesamt vom französischen Schloss Versailles inspiriert waren. „Eine Orgie des Backens, ein Fest für die Augen!“, heißt es.

„Ottolenghi und die Versuchungen von Versaille“, USA 2021, 76 Minuten; Regie: Laura Gabbert; mit Yotam Ottolenghi, Dinara Kasko und Janice Wong

(dpa)