Romantik-Komödie "Nathalie küsst": Herzschmerz mit Tautou

Romantik-Komödie "Nathalie küsst" : Herzschmerz mit Tautou

Etwas stimmt nicht mit diesem Paar. Nathalie (Audrey Tautou) und Francois (Pio Marmai) sind jung, attraktiv und sympathisch, sie haben Erfolg im Beruf, und keiner von ihnen geht fremd. Doch da die Handlung mit ihrem ungetrübten Glück beginnt, ahnt man, dass es so nicht weitergehen kann.

Wir sehen Francois beim Joggen. Sportlich ist er also auch noch. Aber müssen diese Kopfhörer sein? Ist es nicht gefährlich, beim Überqueren einer Straße so laut Musik zu hören?

Kaum hat man sich diese Frage gestellt, da kracht es auch schon gewaltig, und die nächste Einstellung zeigt Nathalie auf dem Korridor eines Krankenhauses. Der Arzt teilt ihr mit, dass er nichts mehr für den Patienten tun konnte.

Damit sind die Weichen für den Rest des Films gestellt. Nathalie wird sich nach einer angemessenen Trauerzeit wieder verlieben. Und natürlich wird dieser Mann anders sein. Nicht der übliche Traummann.

Eher ein liebenswerter Trottel, in den sich eine Frau erst nach langem Zögern verliebt. Nathalie ist leitende Angestellte in einem großen Unternehmen und Markus (Francois Damiens) ein kleiner Angestellter. Sie könnte den Chef haben, der auch nicht unsympathisch ist. Doch der Verlierer mit den traurigen Augen besitzt einfach mehr Charme, wenn auch unfreiwillig.

Ungewöhnlich an diesem insgesamt nicht sehr risikofreudigen Film ist, dass der Autor der Romanvorlage, David Foenkinos, selbst Regie geführt hat. Als Titelheldin liefert Audrey Tautou eine routinierte Darstellung. Sie macht nichts falsch, aber auch nicht mehr als nötig. Zuweilen wirkt sie herablassend und gelangweilt. Ihr Charme ist noch vorhanden, aber unwiderstehlich ist er nicht.

Bewertung: 2 von 5 Sternen

(RP/csr/sap)
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