"Step Up: All In": Flotter Tanzfilm, lahme Geschichte

"Step Up: All In" : Flotter Tanzfilm, lahme Geschichte

Der Sommer ist im klimatisierten Kino die perfekte Zeit für heiße Rhythmen und Tänze auf der Leinwand. Nach zwei Starts im Herbst laufen die neuesten Choreografien der erfolgreichen "Step Up"-Reihe jetzt regelmäßig im August an.

Die Handlung ist wie bei den vorherigen Filmen schnell erzählt: Für Sean (Ryan Guzman), schon Star des vierten Films "Step Up: Miami Heat" haben sich nach dem Umzug von Miami nach Los Angeles keine Träume erfüllt. Nicht nur ohne Crew und Freundin steht er da, sondern auch als Tänzer kommt er nicht voran. Doch dann winkt bei einem Breakdance-Turnier in Las Vegas ein Dreijahresvertrag in der Glitzermetropole. Sean und "Moose", wieder gespielt von Adam Sevani, der seit dem zweiten Film "Step Up to the Streets" dabei ist, stellen ihre Truppe zusammen. Die Konkurrenz ist stark, und jemand treibt ein falsches Spiel.

Überraschende Wendungen oder komplizierte Drehungen sind bei einem Tanzfilm in der Regel ohnehin mehr auf Parkett oder Bühne als in der Handlung zu erwarten. Auch "Step Up: All In" liefert inhaltlich nicht mehr als einen dünnen Plot und oberflächlich bleibende Charaktere. Ohne Umschweife geht es um Freundschaft und Liebe, den Glauben an sich selbst und seine Träume. Den dynamischen Choreografien zu eingängigen Rhythmen gibt Regisseurin Trish Sie Platz in langen Szenen. Doch trotz teils atemberaubender Tanz-Momente geht dem Werk der Grammy-gekrönten Choreografien bei aller Vorhersehbarkeit die Spannung verloren und ihrem Spielfilmdebüt immer wieder die Puste aus.

(RP)