"Metropolis" von 1927 kommt wieder ins Kino: Eine gigantische Anti-Utopie

"Metropolis" von 1927 kommt wieder ins Kino : Eine gigantische Anti-Utopie

Düsseldorf (RPO). Mit "Metropolis" gelang dem Filmemacher Fritz Lang ein Meilenstein der Filmgeschichte. Dabei fiel das zweieinhalbstündige Werk nach seiner Premiere 1927 bei Kritikern und Publikum gleichermaßen durch und wurde ein finanzieller Misserfolg. Erst eine gekürzte Fassung fand später die erhoffte Anerkennung.

Jetzt kehrt die expressionistische Antiutopie einer Großstadt in Originallänge ins Kino zurück. Das vollständig restaurierte Werk basiert auf einer verschollen geglaubten Positivkopie, die vor rund drei Jahren in einem argentinischen Filmarchiv entdeckt wurde.

Der Inhalt des Films kurz zusammengefasst: In seiner Residenz hoch über Metropolis vereint Joh Fredersen die politische und wirtschaftliche Macht in seiner Person, während die Arbeiter unter der Erde Sklavendienste leisten.

Fredersens Sohn Freder verliebt sich in die Arbeiterführerin Maria und reagiert entsetzt auf die Lebensbedingungen in der Unterstadt. Gleichzeitig konstruiert der Erfinder Rotwang einen Roboter, dem er auf Fredersens Anweisung das Aussehen von Maria gibt. Die falsche Maria wiegelt die Arbeiter auf, die ihre Maschinen verlassen und damit die Überflutung der Stadt auslösen.

Erst durch Freders und Marias Einsatz wird Metropolis gerettet. Die Macht der Liebe siegt — der Herrscher und die Arbeiter erkennen, dass "Hirn" und "Hände" zusammengehören.

("Metropolis (restaurierte Fassung)", Drama, Deutschland 1927-2010, 152 Minuten, FSK: 6, Verleih: Warner, Regie: Fritz Lang, Darsteller: Brigitte Helm, Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Rudolf Klein-Rogge u.a.)

(csr/csi)
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