Kurzkritik: Drama: "Einer wie Bruno"

Kurzkritik : Drama: "Einer wie Bruno"

Worum geht's? Radost und Bruno halten zusammen, schon immer. Bruno, geistig auf dem Niveau eines Zwölfjährigen, folgt freudig den Kommandos seiner 13-jährigen Tochter, wenn mal wieder das Jugendamt vor der Tür steht. Aber Radosts Sehnsucht nach einem normalen Teenagerleben entfernt sie von ihrem Vater.

Wer spielt mit? Die 1996 geborene Lola Dockhorn in ihrer ersten Hauptrolle und "Herr Lehmann"-Darsteller Christian Ulmen.

Wie ist der Film? Ursprünglich hätte aus der Geschichte ein ZDF-Fernsehspiel werden sollen. Das hätte auch gereicht. Mit Schielaugen und hängendem Unterkiefer spielt Ulmen den kindischen Vater und überschreitet damit eine Schmerzgrenze, in deren Nähe schon Sean Penn als Kindskopf in "I am Sam" geriet. Regisseurin Anja Jacobs betet alle genreüblichen Klischees herunter. Nur Lola Dockhorn vermittelt mit stiller Eindringlichkeit, dass Erwachsenwerden unter ihren Bedingungen besonders wehtut, dass hier von einem Kind zu früh zu viel verlangt wird.

Bewertung: 2 von 5 Sternen

(RP)
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