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Bill Murray lässt sein Herz in "St. Vincent" erweichen

"St. Vincent" im Kino : Bill Murray lässt sein Herz erweichen

In "St. Vincent" spielt Bill Murray einen Grantler, der auf das Nachbarskind aufpasst. Der Film ist durchwachsen, Murray aber mal wieder überragend.

Dass es das Spielfilm-Kinodebüt eines Regisseurs zu einer Golden-Globe-Nominierung bringt, kommt nicht oft vor. Theodore Melfi aber hat genau das mit seinem Film "St. Vincent" geschafft. Mit Filmen wie "Grand Budapest Hotel" von Wes Anderson geht er ins Rennen um die Vorboten der Oscars - und das völlig zu recht. Melfi hat einen wunderbaren Film mit Bill Murray ("Lost in Translation") und Melissa McCarthy ("Brautalarm") auf die Leinwand gebracht. Er erzählt die Geschichte des versoffenen und spielsüchtigen Vietnam-Veteranen Vincent.

Dieser Vincent ist kein Menschenfreund und in seinem Leben passiert nicht viel. Der alte Mann sitzt entweder in seinem Haus oder seiner Stammkneipe und versäuft dort das wenige Geld, das er hat. Alternativ verzockt er es auf der Pferderennbahn. Dann plötzlich bricht seine Nachbarin Maggie (McCarthy) im wahren Sinne des Wortes in sein Leben ein. Ihr Umzugswagen rammt den Baum vor Vincents Haus und zerdeppert sein Auto. Kein guter Start. Trotzdem bittet die beruflich sehr eingespannte Alleinerziehende Vincent, den Babysitter für ihren Sohn zu spielen. Und tatsächlich kommt der zwölfjährige Oliver (Jaeden Lieberher) nicht nur der menschenscheuen Katze des alten Mannes nahe, sondern schleicht sich langsam auch in sein Herz - obwohl Vincent ihn mit in verrauchte Kneipen schleppt, auf die Pferderennbahn und ihn auch noch mit der schwangeren Stripperin Daka (Naomi Watts) bekannt macht.

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Was dann passiert, ist zwar vorhersehbar, aber so wunderbar und humorvoll erzählt, dass das nicht schlimm ist. Vor allem Schauspielerin McCarthy, Filmsohn Lieberher und Bill Murray zeigen eine grandiose Leistung, und so wirkt die Geschichte so liebevoll und frisch, als sei sie noch nie erzählt worden. Auch für Murray gab es dafür eine Globe-Nominierung.

(RP)