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Kino-Highlights 2021: Diese Filme kommen im Herbst und Winter

Kinostarts 2021 : Diese Filme kommen im Herbst und Winter in die Kinos

Die Temperaturen werden wieder kälter, das Wetter ungemütlicher und das bedeutet auch: Die Jahreszeit des Kino-Besuchs beginnt. Wir verraten, welche Blockbuster und Geheimtipps in den kommenden Monaten zu sehen sind. Eine Auswahl.

GHOSTS: Die Wege von vier Personen aus den Randbezirken von Istanbul kreuzen sich mehrfach an einem Tag, an dem die Stadt nach einem Stromausfall weitgehend lahmgelegt ist. Eine junge Tänzerin und ihre Freundinnen, eine politische Aktivistin und die Mutter eines Häftlings werden zwischen dem Druck der repressiven Gesellschaft und dem Traum von individueller Freiheit aufgerieben; ein Immobilienspekulant steht auf der anderen Seite. Das mit experimenteller Leichtigkeit und treibender Energie inszenierte Sozialporträt zeichnet ein vielschichtiges Porträt der türkischen Gesellschaft.

Kinostart: 7.10.; Länge: 90 Minuten, FSK: ab 16.

TITANE: Ziemlich überraschend gewann die französische Regisseurin Julia Ducourneau mit „Titane“ in diesem Jahr die Goldene Palme des Festivals von Cannes. Sie erzählt in ihrem zweiten Film die krude Geschichte einer Killerin, die sich nach einer Operation als Kind mit Metallplatten in sich nun zu anderen metallischen Wesen hingezogen fühlt – und Sex mit einem Auto hat. Ducourneau gelang mit seinen wuchtigen Bildern und einem sakralen Soundtrack ein radikaler Film, der trotz seiner Monstrosität und Brutalität auch seltsam zärtlich und humorvoll sein kann.

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Kinostart: 7.10.; Länge: 108 Minuten; FSK: ab 16.

HINTERLAND: Nach zwei Jahren in russischer Kriegsgefangenschaft nach dem Ersten Weltkrieg kehrt Peter Perg (Murathan Muslu) traumatisiert in seine Heimatstadt Wien zurück. Dort wird Perg Zeuge einer grausigen Mordserie, die Wien erschüttert. Und der Ex-Kommissar nimmt wieder Ermittlungen auf. Der österreichische Regisseur Stefan Ruzowitzky und sein Team haben das Wien der Nachkriegszeit digital im Stil eines expressionistischen Stummfilms wiederauferstehen lassen mit alptraumhaft verzerrten Perspektive und dabei einen Mix aus Serienmörder-Thriller und Antikriegsfilm geschaffen. Der österreichische Schauspieler Muslu hat bereits Krimi-Erfahrung: Er war in mehreren deutschen Fernsehfilmen wie „Tatort“, Polizeiruf 110“ oder „Alarm für Cobra 11“ zu sehen.

Kinostart: 7.10.; Länge: 99 Minuten; FSK: ab 16.

DEAR FUTURE CHILDREN: Drei junge Frauen aus Chile, Uganda und Hongkong kämpfen mit großem Einsatz und durchaus wehrhaft für Demokratie und Meinungsfreiheit, soziale Gerechtigkeit und eine lebenswerte Umwelt. Der Film heftet sich an ihre Fersen und stürzt sich mit ihnen mitten in Demonstrationen und andere Aktionen. Jenseits von Sensationshascherei und Agitation finden die aufwühlenden Porträts eine authentische Ebene, die das Engagement der drei Frauen begreiflich macht, ohne sie zu heroisieren.

Kinostart: 14.10.; Länge: 92 Minuten; FSK: ab 12

THE LAST DUEL: Regisseur Ridley Scott (“Gladiator“, „Blade Runner“, „Der Marsianer“, „Alien“) kommt Mitte Oktober mit einem actiongeladenen Historiendrama um die Ecke, das mit Matt Damon, Ben Affleck, Jodie Cormer und Adam Driver kaum hochgradiger besetzt sein könnte und auf einer wahren Geschichte beruhen soll. Der Film spielt im Frankreich des 14. Jahrhunderts. Es geht um Macht, Intrigen und Rache. Um eine öffentlich gemachte Vergewaltigung und ein Duell auf Leben und Tod, das über die Wahrheit entscheiden soll. Wie von Scott gewohnt, ist der Film episch inszeniert und zeigt die brutale Wirklichkeit des Mittelalters.

Kinostart: 14.10.; Länge: 153 Minuten FSK: ab 16

VENOM 2 – LET THERE BE CARNAGE: In den USA hat sie schon alle Rekorde für ein Kino-Release während der Corona-Zeit gebrochen. 90 Millionen Euro spülte die Fortsetzung des Blockbusters aus dem Marvel-Universum in die Kinokassen. Der Nachfolger bedeutet auch eine Rückkehr von Tom Hardy als Antiheld (unter anderem "The Dark Knight Rises" und "Mad Max: Fury Road"). Er spielt den investigativen Journalisten Eddie Brock, der durch Kontakt mit einem außerirdischen Wesen zu Venom geworden ist, eine Art Alien-Superheld. In Teil zwei dreht sich alles um die Koexistenz mit dem außerirdischen Parasiten, der am liebsten ständig Bösewichte zur Strecke bringen, während Brock sich gerne wieder mehr seiner Karriere widmen würde.

Kinostart: 21.10.; Länge: 90 Minuten, FSK: ab 12

CONTRA: Richard Pohl ist Jura-Professor an der Universität von Frankfurt und fällt immer wieder damit auf, Studierende ungerecht zu behandeln. Als die Studentin Studentin Naima (Nilam Farooq) zu spät zu seiner Vorlesung erscheint, führt der von Christoph Maria Herbst (“Stromberg“) gespielte Dozent die junge Studentin vor und diskriminiert sie aufgrund ihres arabischen Aussehens. Er wird dazu verpflichtet, Naima als Mentor auf einen Debattierwettkampf vorzubereiten. Es entwickelt sich eine besondere Chemie zwischen den beiden, die Vorurteile und Generationenunterschiede überwinden kann.

Kinostart: 28.10.; Länge: 104 Minuten; FSK: ab 12

ETERNALS: Im November erscheint die nächste Comicverfilmung aus dem Marvel-Universum. Im Mittelpunkt stehen die Eternals, die seit Tausenden von Jahren in menschlicher Gestalt auf der Erde leben. Über diese Zeit haben sie es geschafft, ihre Existenz und Identität als Aliens geheimzuhalten, doch dann bedrohen die Deviants die Menschheit und den Planeten. Die Eternals vereinen sich und eilen zur Hilfe.

Kinostart: 3.11.; Länge: 97 Minuten; FSK: ab 12

EIN JUNGE NAMENS WEIHNACHT: Bei diesem Film kommt Weihnachtsstimmung auf. Er erzählt die magische Reise des elfjährigen Nikolas, der von seinem Zuhause in Finnland zum Nordpol aufbricht, um seinen Vater zu finden. Auf dem Weg dahin erlebt er allerlei Abenteuer und trifft auf magische Wesen. Die Romanverfilmung ist die Geschichte des Weihnachtsmanns.

Kinostart: 11.11.; Länge: 103 Minuten; FSK: ab 6

ENCANTO Auf Disneys neuesten Animationsfilm sollte die Wahl fallen, wenn man etwas für die ganze Familie sucht. Es geht um einen verzauberten Ort namens „Encanto“, der irgendwo in den Bergen Kolumbiens versteckt ist und an dem die Familie Madrigal lebt. Jedes Kind ist mit einer einzigartigen Fähigkeit gesegnet. Nur Mirabel nicht. Doch gerade auf sie wird es im Laufe des Films ankommen, wenn Encanto in Gefahr gerät.

Kinostart: 25.11. FSK: ab 0 oder 6

HOUSE OF GUCCI Nach „The Last Duel“ kommt der nächste Film von Ridley Scott im November in die Kinos. Diesmal widmet er sich dem Modehauses Gucci und der gleichnamigen Familie. Die Hauptrolle spielt US-Popstar Lady Gaga, mit dabei sind auch Adam Driver, Robert de Niro und Al Pacino. Wer aber eine verklärende biografische Erzählung erwartet, dürfte sich wundern. Der Film ist eher eine waschechte Kriminalgeschichte. Es geht um den Auftragsmord an Familienoberhaupt Maurizio Gucci, der 1995 in Mailand auf offener Straße erschossen wurde. Auftraggeberin soll Ex-Frau Patrizia Reggiani (Lady Gaga) gewesen sein, sie beteuert bis heute ihre Unschuld.

Kinostart: 25.11.

CLIFFORD DER GROßE ROTE HUND: Die beliebte Kinderbuchreihe erscheint als Film. Der aufgeweckte Emily Elizabeth aus New York bekommt  zu ihrem Geburtstag von einem geheimnisvollen Gentleman einen kleinen rothaarigen Welpen geschenkt. Der Mann sagt ihr, dass der Hund größer werde, je besser sie ihn behandle. Eines Tages wacht Emily neben einem drei Meter großen Hund auf, der viel zu groß für ihr Zuhause geworden ist. Doch dann tritt sie eine aufregende Reise mit ihm an.

Kinostart: 2.12., Länge: 97 Minuten; FSK: ab 0

WEST SIDE STORY: Es ist eines der bekanntesten Musicals der Geschichte. Und Star-Regisseur Steven Spielberg (“Indiana Jones“, „Jurassic Park“, „Schindlers Liste“, „Der Soldat James Ryan“) versucht sich an einer neuen Filmadaption. Eine Verfilmung gab es schon mal, vor 60 Jahren, doch damals gehörten nur weiße Schauspieler zum Cast. Die Geschichte spielt im New York der 50er Jahre; rivalisierende Gangs der puerto-ricanischen Einwanderer (die „Sharks“) und der Einheimischen (die „Jets) bekriegen sich. Doch dann verliebt sich der Anführer der Jets in die Tochter des Shark-Anführers.

Kinostart: 9.12.

SPIDER-MAN 3 – NO WAY HOME: Der dritte Film über den Spinnenmann im Marvel-Universum. Über ein Dutzend Spider-Man-Filme gibt es insgesamt. Doch noch nie gab es das Szenario, das alle Menschen auf der Welt Spider-Mans (Tom Holland) Identität kannten. Dafür hat der Bösewicht aus dem vorherigen Teil gemeinsam mit einem Journalisten gesorgt. Spider-Man ist nicht nur demaskiert, er wird in der Öffentlichkeit auch noch als Verbrecher wahrgenommen, weil ihm als Peter Parker ein Mord angelastet wird.

Kinostart: 16.12.

MATRIX RESURRECTION: Der am sehnsüchtigsten erwartetste Film in diesem Jahr kommt ganz zum Schluss. Die Matrix-Reihe hat Legendenstatus, doch nun kommt nach 18 Jahren ein vierter Teil. Mit dabei sind auch wieder Keanu Reeves als Neo und Carrie-Anne Moss als Trinity, die doch eigentlich am Ende des dritten Teils erschossen wurden. Doch wer mit der Matrix-Reihe vertraut ist, weiß, dass in diesem Universum der Realitäten nichts unmöglich ist. Mal wieder muss Neo der Matrix entkommen und trifft dort auch auf Trinity. Doch die beiden haben ihre Erinnerung aneinander vergessen.

Kinostart: 23.12.

(jbu/dpa/epd/kna)