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Johnny Depp wettert gegen die Oscars - „Ich hasse die ganze Idee“

Star aus "Fluch der Karibik" : „Ich hasse die ganze Idee“ – Johnny Depp wettert gegen die Oscars

Hollywood-Star Johnny Depp kann mit den Oscars nichts anfangen. Nach drei Nominierungen sei es ihm inzwischen egal, ob er den Preis jemals gewinnt. Mit den allermeisten Filmen könne er ohnehin nichts anfangen.

"Ich hasse die ganze Idee dieses Wettbewerbs, dass ein Haufen Schauspieler gegeneinander antritt", sagte der Schauspieler der "Augsburger Allgemeinen". So gäbe es auch keinen Preis für den besten Bediener des Kamerawagens, den besten Friseur oder besten Klempner. "Ich glaube einfach nicht an den Gedanken des Besten", sagte der 58-Jährige.

Nach drei Nominierungen für den Preis sei es ihm egal, ob er ihn mal gewinne. "Da bleibe ich lieber zu Hause und male, statt zu diesen Veranstaltungen zu gehen." Sich seine eigenen Filme anzuschauen, sei ihm unangenehm.

Über die Branche sagte er, dass 97 Prozent aller gedrehten Filme gar nicht sein müssten. Bei seinen Werken gebe er sich Mühe, nur Filme auszuwählen, die ihm wirklich etwas bedeuten. Von ihm sei auch noch etwas zu erwarten. Marlon Brando habe ihn mal gewarnt: "Wir haben nur eine bestimmte Anzahl von Gesichtern in unseren Taschen". Depp zufolge seien ihm selbst die Gesichter noch nicht ausgegangen.

Bei seiner berühmtesten Rolle, dem Piraten Jack Sparrow in "Fluch der Karibik", habe er die "ultimative Respektlosigkeit gesucht" und gefunden. Ansatz dafür seien Zeichentrickfiguren gewesen. Wegen seiner damals dreijährigen Tochter Lily habe er "drei Jahre lang nichts anderes gesehen außer Trickfilme. Ich fragte mich, warum Zeichentrickfiguren mit Dingen durchkommen, die wir in unserem Alltag nicht bringen könnten", sagte Depp. Sparrow "kann sagen, was er will, und die Leute sagen: Richtig!".

(csi/AFP)