James Bond: Regisseur Danny Boyle springt vom 25. Bond-Film ab

„James Bond“ : Regisseur Danny Boyle springt vom 25. Bond-Film ab

Der britische Geheimagent 007 lockt Fans seit Jahrzehnten ins Kino. Ende dieses Jahres sollen die Dreharbeiten für den 25. James-Bond-Film beginnen. Doch nun springt plötzlich der Regisseur wegen „kreativer Differenzen“ ab.

Wenige Monate vor dem geplanten Drehstart des nächsten James-Bond-Films ist Regisseur Danny Boyle abgesprungen. Das gaben die langjährigen Bond-Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli mit Hauptdarsteller Daniel Craig am Dienstag bekannt. Aufgrund von „kreativen Differenzen“ habe Boyle von dem Projekt Abstand genommen, teilten sie auf der offiziellen James-Bond-Website mit. Über einen Nachfolger wurde zunächst nichts bekannt.

Im Mai hatte die Produktionsfirma Eon Productions verkündet, dass der britische Oscar-Preisträger Danny Boyle die Regie des 25. Bond-Films übernehmen werde. Die Rolle des Agenten 007 wird erneut Daniel Craig spielen. Die Dreharbeiten sollen Anfang Dezember dieses Jahres beginnen, wie es damals in der Mitteilung hieß. In Großbritannien soll der Film im Oktober 2019 in die Kinos kommen.

Bereits im März 2018 hatte Boyle am Rande einer Filmveranstaltung in New York erzählt, dass er an dem Bond-Skript mitwirke. Sein langjähriger Kollege John Hodge ist federführend für das Drehbuch zuständig. Die beiden arbeiteten schon beim gefeierten Drama „Trainspotting“ zusammen.

Danny Boyle inszenierte bereits Filme wie „Sunshine“, „127 Hours“ und „Steve Jobs“. Seinen bisher größten Erfolg feierte der 61-Jährige mit „Slumdog Millionaire“ aus dem Jahr 2008: Der Film gewann acht Oscars, unter anderem den für die beste Regie.

Die bisher letzten beiden Bond-Abenteuer „Skyfall“ (2012) und „Spectre“ (2015) wurden von Sam Mendes inszeniert. Einen weiteren 007-Film wollte der Brite aber nicht drehen. In Filmkreisen wurde Boyle schon länger als möglicher Bond-Regisseur gehandelt. Es waren zeitweise aber auch andere Kandidaten im Gespräch, darunter David Mackenzie, Denis Villeneuve und Yann Demange.

Nun geht das Rätselraten um einen Nachfolger weiter. Das US-Branchenblatt „Variety“ stellte seinen Lesern auf Twitter die Frage nach deren Wunschkandidaten. Dabei trafen Vorschläge wie Ryan Coogler, Kathryn Bigelow, Christopher Nolan, Christopher McQuarrie oder David Fincher ein. Eine Nutzerin schlug Woody Allen vor. Dann könnte Bond eine existenzielle Krise haben, einen Psychologen besuchen und sich fragen, ob er nicht sein Leben ändern wollte, witzelte sie auf Twitter.

(mba/dpa)
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