Kritiker entsetzt: Depardieus Rasputin fällt in Russland durch

Kritiker entsetzt : Depardieus Rasputin fällt in Russland durch

Die filmische Darstellung des dämonischen Priesters Rasputin durch Gérard Depardieu ist bei den russischen Kritikern durchgefallen.

Der französische Schauspieler sei in seiner Rolle als der sibirische Prediger und Mystiker, der Anfang des 20. Jahrhunderts die Zarenfamilie unter seinen Einfluss gebracht hatte, weder "überzeugend" noch "komisch", schrieb die Nachrichtenseite www.gazeta.ru am Freitag. Das Magazin "Time Out" schrieb, der Film "Rasputin" sei so schlecht, dass es besser sei, ihn sich als Halluzination vorzustellen.

Präsident Wladimir Putin hatte im April Depardieus Rolle in dem Historienfilm als kulturell so bedeutend bezeichnet, dass sie die Verleihung der russischen Staatsbürgerschaft rechtfertige. Die russisch-französische Koproduktion war zunächst als Miniserie in Frankreich herausgekommen. Nach herber Kritik wurde sie für Russland als Kinofilm überarbeitet, wobei Depardieus Teil von dem bekannten Schauspieler Sergej Garmasch gesprochen wurde. Doch für die Zeitung "Trud" war der Film nicht mehr als ein "Comicstreifen im Kostüm".

(AFP)
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