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Berlinale 2020: Johnny Depp beschwört die Kraft des Kinos

Internationale Filmfestspiele Berlin : Johnny Depp beschwört auf der Berlinale die Kraft des Kinos

Kino habe die Kraft, Missstände darzustellen, findet Hollywoodstar Johnny Depp. Auf der Berlinale stellte er seinen neuen Film vor.

Hollywoodstar Johnny Depp (56) sieht seinen neuen Film „Minamata“ über die Massenvergiftung mit Quecksilber in einer japanischen Kleinstadt als eine der wichtigsten Arbeiten seiner Karriere. „Das war eine Geschichte, die erzählt werden musste“, sagte Depp („Fluch der Karibik“) am Freitag bei der Vorstellung des von ihm mitproduzierten Films auf der Berlinale. In seiner Rolle als Fotograf W. Eugene Smith (1918-1978) sei ihm deutlich geworden, welche Kraft das Kino haben kann, um soziale und politische Missstände darzustellen und vielleicht so „den Menschen die Augen zu öffnen“.

Der Film von Regisseur Andrew Levitas kreist um den Einsatz von Smith und seiner Frau Aileen für eine Fotoreportage über die Verklappung von Quecksilber nahe der Stadt Minamata seit den 1950er Jahren. Dadurch wurden etwa 20.000 Menschen teilweise schwer geschädigt, die Folgen dauern bis heute an. Dank Smiths Dokumentation konnten die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden, der Fotograf wurde bei einem Angriff des Werkschutzes dauerhaft verletzt.

Er habe sich von Beginn an für den „Alptraum“ der Menschen von Minamata interessiert und auch ihre Ohnmacht nachvollziehen können, sagte Depp. Smiths' Fotos gäben eine Ahnung vom Leiden der Menschen. „Für zwei Jahre war Minamata unsere Heimat“, sagte Aileen Mioko Smith vor den Berlinale-Journalisten. „Eugene wäre über diesen Film sehr glücklich.“

(dpa)