Deutscher Medienpreis Die Nominierten des „Bambi“ 2023 – diese Gewinner stehen schon fest

München · Der „Bambi“ gilt als einer der wichtigsten Medienpreise in Deutschland. In diesem Jahr wird er nach einer Corona-Pause wieder verliehen. Wir stellen die nominierten Filme und Schauspieler vor. Einige Preisträger stehen bereits fest.

Eine Preisträgerin hält einen „Bambi“ in der Hand (Archivfoto).

Eine Preisträgerin hält einen „Bambi“ in der Hand (Archivfoto).

Foto: dpa/Uli Deck

Paul McCartney hat einen, Tom Hanks, Kate Winslet und der Papst auch. Alain Delon widmete seinen Romy Schneider und Liz Taylor kam für ihren beinahe zu spät. Seit 75 Jahren wird der „Bambi“ verliehen. Jetzt feiert er Geburtstag in den Bavaria Filmstudios bei München. Am Donnerstag (16. November) soll es dort eine große Gala geben – die erste seit der dreijährigen Corona-Pause. Sat.1 überträgt die Veranstaltung ab 20.15 Uhr live.

„Hubert Burda Media hat sich entschlossen, das 75-jährige Jubiläum von Bambi zum Anlass zu nehmen, nach vier Jahren corona- und krisenbedingter Unterbrechung den wichtigsten Medienpreis Deutschlands wieder zu verleihen“, hatte der Medienkonzern als Ausrichter mitgeteilt.

In zwölf Kategorien soll der „Bambi“ nun in diesem Jubiläumsjahr vergeben werden. Einige Preisträger stehen schon fest. Wir geben den Überblick über Gewinner und Nominierte.

Nominierte Filme in der Kategorie „Film National“

  • „Einfach mal was Schönes“
  • „Oskars Kleid“
  • „Tausend Zeilen“

Nominierte in der Kategorie „Schauspielerin National“

  • Jeanette Hain
  • Karoline Herfurth
  • Jördis Triebel

Nominierte in der Kategorie „Schauspieler National“

  • Florian David Fitz
  • Felix Kammerer
  • Elyas M'Barek

Peter Maffay gewinnt „Bambi“ für sein Lebenswerk

Der 74 Jahre alte Peter Maffay wird bei der diesjährigen „Bambi“-Verleihung für sein Lebenswerk geehrt. Der Musiker bekommt die Auszeichnung in der Kategorie „Legende“, wie der Medienkonzern Hubert Burda Media am Dienstag in München bekannt gab. „Seit mehr als einem halben Jahrhundert begeistert Peter Maffay sein Publikum und nimmt es mit auf seine persönliche Lebensreise. Mit seiner Musik und seiner Schaffenskraft verbindet er Generationen seit 55 Jahren“, heißt es in der Begründung. „Kein deutscher Künstler war jemals erfolgreicher in den deutschen Charts. Peter Maffay ist ein Massenphänomen. Er ist eine Legende.“ Nach Angaben von Hubert Burda Media hat Maffay in seiner jahrzehntelangen Karriere 50 Millionen Tonträger verkauft. Mit seiner Tabaluga-Stiftung engagiert er sich außerdem für die Belange von Kindern und Jugendlichen.

Mads Mikkelsen gewinnt „Bambi“ in der Kategorie „Schauspiel International“

Der dänische Schauspieler Mads Mikkelsen („Der Rausch“) erhält einen „Bambi“. Der 57-Jährige wird in der Kategorie „Schauspiel International“ geehrt, wie Hubert Burda Media am Donnerstag mitteilte. „Mads Mikkelsen beeindruckt nicht nur durch seine schauspielerische Vielseitigkeit, sondern auch durch seine Beständigkeit und Hingabe zum Handwerk. Seine Fähigkeit, sich immer wieder in unterschiedlichste Rollen zu verwandeln, zeugt von seinem außergewöhnlichen Talent und seiner tiefen Leidenschaft für die Schauspielkunst“, befand die Bambi-Jury.

Zara Larsson gewinnt „Bambi“ in der Kategorie „Musik International“

Die schwedische Popsängerin Zara Larsson („Lush Life“) bekommt in diesem Jahr einen „Bambi“. „Mit ihrer glockenklaren Stimme hat Zara Larsson einen kometenhaften Aufstieg hingelegt und ist mit ihren jungen 25 Jahren schon ein weltweit gefeierter Superstar“, teilte Hubert Burda Media am Montag mit und nannte sie „eine Ausnahmekünstlerin“. Larsson soll den Bambi in der Kategorie „Musik International“ bekommen. „Zara Larsson beeindruckt nicht nur mit ihrem einzigartigen Talent und einer unverkennbaren, starken Stimme, sondern auch mit einer klaren Haltung bei wichtigen, gesellschaftlichen Themen und Debatten“, urteilte die Bambi-Jury.

Geschichte des „Bambi“

Seit 1948 wird der „Bambi“ verliehen, seit 1953 mit einer großen Gala, zu der immer wieder auch die ganz Großen geladen waren: 1968 wurde Schauspiel-Legende Elizabeth Taylor mit einem Bambi ausgezeichnet – und kam mit einem angeblich nicht mehr ganz nüchternen Richard Burton 37 Minuten zu spät zur Verleihung ins Fernsehstudio in München. Ein Jahr danach bekam Omar Sharif den Bambi für „Doktor Schiwago“.

1971 wurde der „Bambi“ in Monte Carlo verliehen – mit Gräfin Gracia Patrizia als Ehrengast. Sie wünschte sich damals ein Autogramm von Uwe Seeler, der ebenfalls in Monaco anwesend war, wie es in einem „Bunte“-Sonderheft zu 50 Jahren Bambi aus dem Jahr 1998 heißt.

Im Jahr danach musste die Feuerwehr Peter Alexander am Rosenheimer Bahnhof aus einer Fan-Belagerung befreien. Mit einem Sprung in den Bambi-Sonderzug nach Salzburg, wo die Verleihung 1972 stattfand, konnte er sich retten. 1987 widmete Alain Delon seinen „Bambi“ mit den Worten „Für dich, mein Puppele“, der 1982 gestorbenen Romy Schneider.

In all den Jahren haben Bud Spencer und Terence Hill einen „Bambi“ bekommen, Larry Hagman, Sean Connery, Boris Becker und Hannelore Kohl, Steffi Graf, Paul McCartney, Gina Lollobrigida, Audrey Hepburn, Boris Jelzin, Whitney Houston, Jennifer Lopez, Michael Jackson und Muhammad Ali, Bill Gates, Lady Gaga, Tom Hanks, Kate Winslet und sogar der Papst. Franziskus bekam die Trophäe 2016 im Apostolischen Palast überreicht.

(mba/dpa)