1. Kultur

Eien Doku widmet sich dem Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude

Tipps zum Wochenende : Auf den Spuren von Christo und Jeanne-Claude

An diesem Wochenende schauen wir in die französische Hauptstadt, lassen uns von einem Buch überraschen und überraschen selbst jemanden.

Ich musss zugeben, ich wäre jetzt gerne in Paris. Bei Sonne durch diese wunderschöne Stadt zu schlendern und vor dem Arc de Triomphe stehenzubleiben, ist ein verführerischer Gedanke. Das Wahrzeichen der französischen Metropole ist derzeit eine Attraktion, komplett mit aluminiumbedampften Stoffbahnen verhüllt, ein Traum des Künstlerehepaares Christo und Jeanne-Claude, der erst nach ihrem Tod spektakulär wahr geworden ist. Da mein Trip an die Seine leider nicht klappt, empfehle ich allen, denen es geht wie mir, sich mit der 91 Minuten langen Dokumentation „Christo und Jeanne-Claude – die Kunst des Verhüllens“ in der Arte-Mediathek zu trösten. Der Film zeichnet den Weg des jungen Bulgaren Christo ins Paris der 50er Jahre nach, wo er seine spätere Ehefrau Jeann-Claude de Guillebon kennenlernt, mit ihr nach New York zieht und seine Bestimmung findet: die Verhüllung von realen Objekten mit dem Ziel, Dinge sichtbar zu machen, die sonst nicht mehr wahrgenommen werden. So, wie es 1995 in Berlin mit dem verhüllten Reichstagsgebäude geschehen war.

  • Die ersten Bahnen sind bereits angebracht.
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Am Sonntag hat das Rätselraten ein Ende, wer nun wie das Rennen bei der Bundestagswahl macht. Zeit für eine kleine Abwechslung nach all den politischen Debatten. „Rate, wer zum Essen bleibt“, heißt das Buch von Philipp Tingler, das mir meine Schwester empfohlen hat, und der vertraue ich mindestens so wie einem Literatur-Rezensenten der FAZ. Es geht um ein Abendessen, an das die Gastgeberin große Karrierehoffnungen knüpft, weshalb sie ihren Chef und dessen Frau eingeladen hat. Doch dann läuft das Dinner komplett aus dem Ruder, weil sich ein Überraschungsgast zu der Runde gesellt, der nicht wirklich in das Umfeld der Kultur- und Wissenschaftsschickeria passt. Ich habe schon ein wenig darin herumgelesen und finde das Tempo und den Witz der Dialoge sehr amüsant. Aber vielleicht liegt das daran, dass man zuletzt kaum noch etwas anderes als schwere Wahlkampfkost zu sich genommen hat.

Und jetzt raten Sie mal, was es zum Ausklang des Wochenendes am Sonntag zum Abendessen geben könnte! Avocadocreme auf Toast mit einem pochierten Ei! Damit können Sie selbst jemanden überraschen. Ultra-einfach und ultralecker. Für zwei Personen reicht eine reife Avocado, die man in kleine Stücke schneidet und mit einer Gabel zerdrückt. Den Saft einer Zitrone und eine gepresste Zehe Knoblauch hinzugeben, salzen, pfeffern, fertig. Sodann anderthalb Liter ungesalzenes Wasser in einem Topf zum Sieden (nicht zum Sprudeln) bringen, drei Esslöffel Essig hinzufügen und die aufgeschlagenen Eier aus einer Tasse hineingleiten lassen, mit zwei Löffeln das Eiweiß um das Eigelb formen, nach drei bis vier Minuten mit einer Schaumkelle herausholen und auf den Avocado-Toast geben. Bon Appetite!

Schönes Wochenende!