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Düsseldorf Festival jongliert mit Schneebesen

Düsseldorf : Das Düsseldorf Festival jongliert mit Schneebesen

"25, extrem Expressiv, sucht Liebhaber der schönen Künste" - im Zeitalter von Online-Dating und Tinder, einer Singlebörse im Smartphone-Format, hofft auch das Düsseldorf Festival das Publikum als Partner zu finden. Zum 25. Mal gibt es das Festival, das aus dem Altstadtherbst hervorging. Zum Geburtstag schenkt die Agentur "Die Werbtätigen" - bekannt aus dem Füchschen-Werbespot - dem Festival eine Werbekampagne im Stil von Kontaktanzeigen. Vorgestellt wurde die Kampagne gemeinsam mit den zehn Top-Veranstaltungen gestern von den Intendanten des Festivals, Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen.

Unter den zehn Veranstaltungen, die sich fast alle mit dem "Nouveau Cirque" beschäftigen, sind einige von besonderer Strahlkraft hervorzuheben. Direkt zu Beginn des Festivals am 9. September wird die kanadische Artisten-Gruppe "Les 7 Doigts de la Main" nach Düsseldorf kommen. Im Gepäck haben sie die Produktion "Cuisine & Confessions" (Küchenbekenntnisse). Die Performance findet tatsächlich in einer Küchenkulisse statt, die Artisten jonglieren mit Schneebesen und wälzen sich in Mehl. "Diese Performance zeigt, dass sich Tanz und Zirkus immer stärker beeinflussen und so neue Formen des Theaters entstehen", sagt Intendant Dahmen.

Ein klassisches Zirkus-Genre wird mit dem Schweizer Bewegungskünstler Martin Zimmermann zu sehen sein. Mit seiner Kompanie "Zimmermann & de Perrot" war er schon zu Gast beim Festival. Nun kommt er mit seinem ersten Solostück "Hallo - Halsbrecher fällt aus dem Rahmen" zurück. Die Tragik ist mitunter nur einen Schritt von der Komik entfernt, und das zeichnet Zimmermann als Clown aus.

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Ein Publikumsmagnet mit hohem Gänsehautfaktor wird der Auftritt des senegalesischen Hip-Hop-Künstlers Faada Freddy sein. Zusammen mit einem fünfköpfigen A-cappella-Ensemble wird er Gospelmusik ganz anders interpretieren - mit Anklängen aus Rap, Soul und Jazz.

Das Festival kostet in diesem Jahr rund 1,2 Millionen Euro, etwa 30 Prozent der Mittel werden durch die Einnahmen erwirtschaftet, sagte Intendantin Christiane Oxenfort.

Programm und Tickets unter: www.duesseldorf-festival.de. Bis Juni gibt es noch 10 Prozent Rabatt.

(RP)