Festival in Düsseldorf Bühne frei für die Impro-Szene

Düsseldorf · Zwei Tage lang dreht sich beim Improtheater-Festival alles um die Lust am spontanen Spiel. In Workshops und auf der offenen Bühne können sich am 2. und 3. September Nachwuchstalente ausprobieren. Zum Abschluss wird am Sonntagabend im Kommödchen der Goldene Phön verliehen.

Phönixallee ist Düsseldorfs erste Improtheater-Gruppe. Sie wurde 2008 gegründet

Phönixallee ist Düsseldorfs erste Improtheater-Gruppe. Sie wurde 2008 gegründet

Foto: Thomas Mesmer

Mit dem Papierflieger nach Castrop-Rauxel? Altbier in Bayern? Beim Improtheater-Festival ist alles möglich. Das witzig-freche Unterhaltungsformat zeichnet sich dadurch aus, dass niemand weiß, was kommt und vor allem, ob es dem Publikum gefällt. Es gibt weder Drehbuch noch Requisiten und selbst die Mitspielerinnen und Mitspieler finden sich spontan zusammen. Am 2. und 3. September ist die Bühne wieder frei für Improvisationstalente, die sich zunächst in Workshops und auf der offenen Bühne im Gemeindezentrum Düsseldorf-Mitte ausprobieren können und zum Abschluss im Kommödchen in den Wettstreit miteinander um den den Goldenen Phön treten.

Das Improtheater-Festival geht in diesem Jahr bereits in die zwöflte Runde. Auf die Beine gestellt wird es von Phönixallee, Düsseldorfs erster Improtheater-Gruppe. Die steht bereits seit 15 Jahren im Rampenlicht. Angefangen hat alles im Theatermuseum. Inzwischen spielt das siebenköpfige Ensemble auf zahlreichen Bühnen in und um Düsseldorf, lädt regelmäßig zur offenen Session ins Pitcher in Oberbilk oder zur Showreihe im Theater an der Luegallee ein.

Gefragt nach den Voraussetzungen für Einsteiger in die Improtheater-Szene, zählt Ensemblemitglied Tobias Reitz auf: „Spontanität, Flexibilität, Schlagfertigkeit und vor allem keine Angst davor zu scheitern.“

Er selbst hat 2008 mit dem Improtheater angefangen und gemeinsam mit vier Mitstreiterinnen und Mitstreitern Phönixallee gegründet. „Als kleine Verballhornung der Königsallee und mit Verweis auf den Phoenix, der – wenn es gut läuft – bei einer Improvisation aus der Asche aufsteigt“, verrät er. Da lag es auf der Hand, als Höhepunkt des Improtheater-Festivals beim kurzweiligen Wettstreit der Besten als Trophäe den Goldenen Phön zu verleihen.

„Es wird ein großartiger Theaterabend, mit vielen Lachtränen und großen Emotionen“, verspricht Reitz, der mit Christian Arnold durch das Programm im Kommödchen führen wird. An beiden Festivaltagen ist es möglich, sich im Improvisieren auf der Theaterbühne in Workshops im Gemeindezentrum, Collenbachstr. 10, auszuprobieren.

Tipps und Hilfestellungen in punkto Timing, Fehler als Herausforderung anzunehmen und spontan auf Publikumsreaktionen zu reagieren, geben dabei Franz Mestre (Masters of Impro, Kulturfabrik, Krefeld), Paul Ziehmer (Die Affirmative, Mainz) und Stefanie Petereit (Schmidt's Katzen, Hildesheim) und Der Fuchs (Improtheater, Frankfurt).

Unter dem Motto: „Alle dürfen, niemand muss“ – haben Impro-Talente schon am Samstagabend ab 20 Uhr auf der offenen Bühne im Gemeindezentrum die Gelegenheit, sich vor Publikum auszuprobieren und sich für das Finale zu qualifizieren. Am Sonntagabend treten dann ab 18 Uhr die Besten der Besten im Kommödchen gegeneinander an.

Info Anmeldungen zu den Workshops, Infos zum Programm und Tickets unter www.improfestival-duesseldorf.de.

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