Düsseldorf: Der ungläubige Thomas – ein Heiliger im Advent

Düsseldorf : Der ungläubige Thomas – ein Heiliger im Advent

Als "ungläubig" wurde der Apostel Thomas bekannt, weil er an der Auferstehung Jesu zunächst zweifelte, bis er selbst die Wundmale des Auferstandenen erblickte. Generationen von Künstlern haben ihn der Nachwelt so überliefert, als habe er die Wundmale höchstselbst berührt. Das ergibt packende Bilder, doch in der Bibel steht es so nicht.

Der Zweifel ist der Zwillingsbruder des Glaubens – das ist die überzeitliche Botschaft des ungläubigen Thomas. Bis zur katholischen Liturgiereform des Jahres 1970 feierten evangelische und katholische Christen den Tag des Apostels Thomas am 21. Dezember. Heute steht er unter diesem Datum nur noch bei den Protestanten im Kalender; die Katholiken feiern ihn als Heiligen am 3. Juli. Thomas, der nur vorübergehend Ungläubige, gilt als Schutzpatron der Bau- und Zimmerleute sowie der Theologen. Und aller, deren Glaube von Zeit zu Zeit ins Wanken gerät und dann doch wieder festen Boden findet.

(bm)