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OECD-Studie: Vorlesen fördert Bücherlust bei Kindern

OECD-Studie : Vorlesen fördert Bücherlust bei Kindern

Wird Grundschülern vorgelesen, haben sie als Teenager mehr Spaß an Büchern und verstehen Texte leichter. Dies ergab eine internationale Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die am Freitag in Potsdam vorgestellt wurde.

Demnach hätten Jugendliche in PISA-Tests deutlich bessere Leseergebnisse erzielt, wenn ihnen die Eltern in den ersten Schuljahren vorgelesen haben. Besonders in Deutschland und Neuseeland sei der Zusammenhang deutlich geworden, hieß es. Auch Singen und Geschichten erzählen wirkten sich der Studie zufolge positiv auf die Lust am Lesen aus.

Nach Ansicht des OECD-Bildungskoordinators Andreas Schleicher beweist die Studie "Lets read them a story - The parent factor in education", dass Eltern einen entscheidenden Beitrag zum schulischen Erfolg ihrer Kinder leisten können, wenn sie ihnen vorlesen. "Dafür brauchen sie keinen Doktortitel und müssen auch nicht Stunden mit der Betreuung von Hausaufgaben zubringen", sagte Schleicher.

Die Studie wertet Daten aus der PISA-Erhebung 2009 aus. In 14 Ländern wurden neben den Schülertests auch Befragungen der Eltern durchgeführt. Darin wurde unter anderem erfasst, welche Rolle Bücher in den Familien einnehmen.

(dpa)