Ursula K. Le Guin ist gestorben - bekannt durch den Roman "Die linke Hand der Dunkelheit"

US-Autorin: Ursula K. Le Guin gestorben

Bekannt wurde Ursula K. Le Guin unter anderem für Romane wie "Die linke Hand der Dunkelheit". Jetzt ist die Science-Fiction- und Fantasy-Autorin im Alter von 88 Jahren gestorben, wie ihre Familie auf Twitter mitteilte.

Die Schriftstellerin schrieb neben Romanen auch Gedichte, Kurzgeschichten und Jugendbücher. Ihr "Earthsea"-Zyklus wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und verfilmt. Darin kämpft lange vor dem Weltbestseller "Harry Potter" ein Zauberlehrling gegen die Mächte des Bösen. In ihrer mehrere Jahrzehnte umspannenden Karriere verfasste sie mehr als 20 Romane, zahlreiche Gedichte, Kurzgeschichten und Kinderbücher. Außerdem war Le Guin als Übersetzerin tätig.

Weitere bekannte Werke sind unter anderem die Romane "Die linke Hand der Dunkelheit" ("The Left Hand of Darkness", 1969) und "Planet der Habenichtse" ("The Dispossessed", 1974). Horror-Romanautor Stephen King würdigte die 1929 im kalifornischen Berkeley geborene Le Guin bei Twitter als "eine der Größten" ihres Fachs und als "literarische Ikone".

In ihrem Buch "Die linke Hand der Dunkelheit", mit dem sie 1969 ihren Durchbruch feierte, untersuchte sie auf radikale Weise die Geschlechterrollen. Sie schuf eine Welt, in der Menschen sowohl männlich als auch weiblich sind - zugleich behandelte sie in dem Roman Tyrannei, Gewalt und konforme Gesellschaften. Vor allem bekannt war sie für ihre "Erdsee"-Science-Fiction-Reihe, die weltweit millionenfach verkauft worden ist.

Als Le Guin 2014 den US-Literaturpreis National Book Award annahm, warnte sie, Profit dürfe nicht definieren, was gute Literatur sei. "Ich hatte eine lange Karriere und eine gute. In guter Gesellschaft. Jetzt am Ende möchte ich nicht sehen, wie die amerikanische Literatur den Bach herunter geht." Wer vom Schreiben und Veröffentlichen lebe, solle seinen fairen Anteil an den Einnahmen verlangen, erklärte sie damals. Der Lohn von Schriftstellern sei aber nicht der Profit, sondern die Freiheit.

(wer)