Buch-Kritik: Rainer Wekwerth: Das Hades-Labyrinth

Buch-Kritik : Rainer Wekwerth: Das Hades-Labyrinth

Daniel Fischer, Kommissar beim Rauschgiftdezernat, erhält einen Tipp: Im unterirdischen Tunnelsystem der Stadt sollen Unmengen Drogen angebaut werden. In der Tiefe trifft er auf den wahnsinnigen Adam und seine Jünger. Sie foltern und pfählen zwei seiner Kollegen und setzen Daniel unter Drogen. Er wird den Ratten überlassen und kämpft sich mit schweren Verletzungen und Entstellungen wieder an die Oberfläche.

Während seiner monatelangen Genesung verlässt ihn seine Frau. Aber der gezeichnete Mann gibt nicht auf. Nach seiner Entlassung aus der Reha-Klinik kehrt er in seine Wohnung zurück und beginnt wieder mit seiner Arbeit bei der Polizei. Allerdings geht er von jetzt an den Menschen aus dem Weg und vertieft sich in die Ermittlungen gegen seinen Peiniger. Denn der Polizist will ihn finden - in der Hoffnung, sein Leben dann wieder in den Griff zu bekommen. Daniel schleust sich illegal in ein Sonderkommando ein und kehrt zurück ins Tunnellabyrinth.

Rainer Wekwerth greift wieder tief in die Kiste des Grauens. Wie schon "Traumschlange" ist "Das Hades-Labyrinth" nichts für zartbesaitete Gemüter. Die Geschichte um Daniel Fischer ist sehr düster und außerdem an den Haaren herbeigezogen. Die Rückkehr des Vampirismus wirkt eher lächerlich. Die Infiltration des SEK durch einen Außenstehenden macht "Das Hades-Labyrinth" nicht glaubwürdiger.

Der emotionale Stress des Protagonisten hingegen ist nachvollziehbar und überzeugend. Ansonsten ist der Thriller nur bedingt spannend. Fulminant ist auf jeden Fall der Einstieg.

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