Buch-Kritik: Patrick Dunne: Keltengrab

Buch-Kritik : Patrick Dunne: Keltengrab

Baggerfahrer Seamus Crean entdeckt bei Grabungsarbeiten in der Nähe der prähistorischen Stätte Newgrange in Irland eine Moorleiche. Die Archäologin Illaun Bowe wird informiert. Sie findet neben der weiblichen Leiche ein totes Baby, das offenbar schwer missgebildet geboren wurde. Die junge Frau glaubt, einen bedeutsamen Fund aus der Jungsteinzeit gemacht zu haben.

Sie lässt deshalb den Fundort sperren, an dem der Geschäftsmann Frank Traynor einen Hotelkomplex errichten will. Die beiden geraten daraufhin in einen heftigen Streit. Verwundert durch seine heftige Reaktion, stellt die junge Frau eigene Recherchen an. Dabei erfährt sie, dass der Geschäftsmann dem Nonnenorden Grange Abbey diverse Grundstücke abgekauft hat. Der Orden durfte laut einem Gesetz, das noch aus der Zeit Heinrichs II. stammt, mit dem Land verfahren, wie es ihm beliebt.

Während Illaun Bowe mehr über die Nonnen zu erfahren versucht, wird Traynor auf bestialische Weise ermordet. Erstaunlicherweise trägt das Opfer exakt die gleichen Verletzungs- und Tötungsmerkmale wie die Moorleiche. Bowe kann zuerst keinen Zusammenhang zwischen den Fällen feststellen. Aber dann wird eine weitere Leiche entdeckt...

"Keltengrab" von Patrick Dunne entspricht vom Aufbau her dem typischen Krimi: Im ersten Teil legt der Autor Dutzende von falschen Spuren, die sich nach und nach von selbst erledigen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Protagonistin Illaun Bowe, deren Familien- und Liebesleben in dem Thriller fast mehr Platz einnimmt als die eigentliche Handlung. Bei dieser Vorgehensweise kann dann auch leider nur leidlich ein Spannungsbogen aufgebaut werden.

Der Autor versucht zwar durch ein furioses Finale,dem Krimi noch die gewisse Würze zu geben. Aber er übertreibt dabei, so dass das Ganze konstruiert und wenig überzeugend wirkt.