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Buch-Kritik: Minette Walters: Des Teufels Werk

Buch-Kritik : Minette Walters: Des Teufels Werk

Die englische Journalistin Connie Burns ist auf den Kriegsschauplätzen der Welt zu Hause. Während ihrer Aufenthalte in den Krisengebieten ist ihr immer wieder ein Söldner begegnet, der sich unter anderem John Harwood nennt. Connie stellt fest, dass überall dort, wo er sich aufhält, die Zahl der Morde an Frauen drastisch steigt.

Auch während ihres Aufenthaltes im Irak wird sie mit dem Mann konfrontiert. Kaum hat sie ihre Nachforschungen forciert, wird sie entführt. Drei Tag muss die junge Frau um ihr Leben bangen. Nach ihrer überraschenden Freilassung verlässt sie auf schnellstem Wege den Irak und verkriecht sich im malerischen Dorf Winterbourne Barton in Dorset.

Angstzustände, Schlaflosigkeit und Panikattacken lassen sie nicht zur Ruhe kommen. Nur langsam schließt sie Freundschaft mit der Landwirtin Jess und dem Arzt Peter. Obwohl sie alle bedrängen, kann sie nicht über ihre Erlebnisse während ihrer Gefangenschaft in den Händen des Sadisten Harwood sprechen. Aber Connie ahnt, dass das Thema John Harwood noch nicht beendet ist. Sie ist sicher,dass er kommen wird, um sein sadistisches Spiel zu beenden.

Minette Walters hat mit "Des Teufels Werk" den Versuch gestartet, sich von der gewohnten idyllischen englischen Szenerie zu lösen. Ihr Experiment ist zum Teil recht gut gelungen. Der Thriller ist spannend und die Charaktere wirken realistisch. "Des Teufels Werk" hat zwar nicht die Klasse von Walters Romanen "Eishaus" oder "Die Bildhauerin", kann aber dennoch überzeugen.

(AP)