Helene Tursten: Die Tätowierung

Helene Tursten: Die Tätowierung

Je deutlicher das Profil des Mörders wird, desto weniger gefällt der schwedischen Inspektorin Irene Huss, was sie sieht: Eines milden Morgens im Mai schwemmt das Meer an einem Fjord nahe Göteborg eine Leiche an - einen Torso, dem Arme, Beine und Kopf fehlen, dem aber auch alle Organe entnommen sind, die sein Geschlecht verraten könnten.

Auf der Suche nach dem Mörder muss sich die Inspektorin mit einer ungewöhnlichen Tätowierung auf der Achsel des Opfers begnügen. Keine weiteren Hinweise bieten sich. Vorerst. Doch schnell stößt Irene Huss, die so etwas wie das weibliche Pendant zu Henning Mankells Kommissar Kurt Wallander ist, auf einen ähnlichen Mord.

Zwei Jahre zuvor war der in Kopenhagen an einer Prostituierten verübt worden. Gelöst wurde dieser Fall nie. Mit einer Reise ins benachbarte Ausland sucht die Schwedin gleich beide Morde zu klären. Zuerst löst sie allerdings nur weitere aus.Stets herrscht beim Leser des Krimis von Helene Tursten das Gefühl vor, er stehe kurz vor der Entschlüsselung - und doch wieder nicht. Wie Irene Huss beginnt er, sich auf seine Intuition zu verlassen. Auf diese Weise kommt er ihrem Charakter, ihrer Art, auch mal Gefühle zu zeigen, besonders nahe. Der dritte Krimi mit Irene Huss lohnt vor allem wegen seiner Dichte und seiner hohen Spannung die Lektüre.

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