Helen Bailey: Verlobter von Schriftstellerin wegen Mordes verurteilt

Kinder- und Jugendbuchautorin: Verlobter von Helen Bailey wegen Mordes verurteilt

Im vergangenen Juli hat die Polizei die Leiche der britischen Kinder- und Jugendbuchautorin Helen Bailey in einer Klärgrube auf ihrem Grundstück in Royston entdeckt – am Mittwoch wurde ihr Verlobter wegen Mordes schuldig gesprochen. Die beiden hatten sich in einer Trauergruppe kennengelernt.

Der 56-Jährige bestritt bis zuletzt, die Millionärin im vergangenen April getötet zu haben, um an ihr Vermögen zu kommen. Das Gericht in St. Albans verkündet das Strafmaß erst später. Die Polizei bezeichnete den Mann als "kalten und berechnenden Narzissten". Nach Angaben eines Pathologen verabreichte er der Autorin wochenlang heimlich ein Schlafmittel und erstickte sie mit einem Kissen. Auch der Tod seiner früheren Frau wird nun untersucht. Sie soll 2010 an einem epileptischen Anfall gestorben sein.

Bailey widmete ihrem späteren Mörder ein Buch

Die Polizisten fanden in der Grube auf dem Grundstück neben der Leiche auch Überreste ihres Hundes Boris. Der Verlobte hatte bei der Suchaktion öffentlich einen Appell an Bailey gerichtet: "Helen, wo immer du sein magst, ich hoffe, du hörst diese Botschaft und verfolgst sie aufmerksam. Wir vermissen dich und Boris so sehr ..."

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Bailey ist in Großbritannien vor allem für ihre Teenagerbücher ("Electra Brown") bekannt und betrieb einen Blog ("Planet Grief"), in dem sie den Tod ihres Ehemanns verarbeitete. Er ertrank 2011 während eines Karibik-Urlaubs. Ihren neuen Partner lernte sie in einer Facebook-Trauergruppe kennen. In einer Widmung schrieb sie ihm: "Ich liebe dich. Du bist mein Happy End."

(isw/dpa)