Friedenspreis des Buchhandels wird an Fotograf Salgado verliehen

Zum Abschluss der Buchmesse : Friedenspreis des Buchhandels wird an Fotograf Salgado verliehen

Der brasilianische Fotograf Sebastiao Salgado erhält am Sonntag den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Verleihung findet zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche statt. Die Laudatio hält der Filmregisseur und Autor Wim Wenders.

Salgado sei ein Bildkünstler, der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordere, erklärte die Jury. Er verleihe der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit. Zugleich habe Salgado mit seinem "Instituto Terra" eine Einrichtung geschaffen, die einen direkten Beitrag zur Wiederbelebung von Biodiversität und Ökosystemen leiste.

"Indem der Fotograf seine aufrüttelnden, konsequent in schwarz-weiß gehaltenen Bilder als Hommage an die Größe der Natur beschreibt und die geschändete Erde ebenso sichtbar macht wie ihre fragile Schönheit, gibt Sebastiao Salgado uns die Chance, die Erde als das zu begreifen, was sie ist: als einen Lebensraum, der uns nicht allein gehört und den es unbedingt zu bewahren gilt", erklärte der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller.

Die Auszeichnung wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. Geehrt wird alljährlich eine Persönlichkeit, "die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat".

Der Friedenspreis wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben. Im vergangenen Jahr war das Ehepaar Aleida und Jan Assmann ausgezeichnet worden. Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und der Ägyptologe und Kulturwissenschaftler aus Konstanz gehören zu den bekanntesten Geisteswissenschaftlern der deutschen Nachkriegsgeschichte.

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(mja/kna)
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