1. Kultur
  2. Buch

„Corpus Draculianum“: Forscher dokumentieren Draculas Leben

„Corpus Draculianum“ : Deutsche Forscher dokumentieren Leben von Vlad Tepes, genannt Dracula

Vampir-Fans aufgepasst: Seit Generationen sorgt die Legende um die historische Figur Vlad Tepes, genannt der Pfähler, für Diskussionen. Jetzt haben Historiker der Justus-Liebig-Universität Gießen sein Leben aufgearbeitet.

Vlad der Pfähler (1431-1476) gilt als Vorlage für Bram Stokers (1847-1912) weltberühmten Vampir-Roman. Die ersten beiden Teilbände des „Corpus Draculianum“ werden am 12. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert, wie die Universität am Freitag mitteilte.

Die von einem interdisziplinären Forscherteam erarbeitete Dokumentation „Corpus Draculianum“ vereint alle Quellen zu Vlad von 1448 bis 1650. Die Leitung des rund 190.000 Euro teuren Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft liegt bei Thomas Bohn, Professor für Geschichte Osteuropas am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität.

Vlad ist eine der bekanntesten Gestalten aus dem spätmittelalterlichen Südosteuropa. Als historische Figur versuchte er in der Walachei nach orientalischem Vorbild eine autoritäre Herrschaft zu errichten und einen Kreuzzug gegen das Osmanische Reich zu führen. Wegen seiner bevorzugten Hinrichtungsmethode erhielt er den Spitznamen „der Pfähler“.

(felt/epd)