Köln: Brings feiert Silberhochzeit im Kölner Stadion

Köln: Brings feiert Silberhochzeit im Kölner Stadion

Wenn die Band Brings Jubiläum feiert, bietet selbst die Lanxess-Arena nicht genug Platz. Nur das Spielzimmer des 1. FC Köln, das Rheinenergiestadion, ist groß genug. Dort erlebten nun 45.000 Besucher ein grandioses Konzert. Vor 25 Jahren begann die Karriere der kölschen Rockband. Die Bühne war in Karo ausgestattet, die Musiker trugen Karo, und die Fans präsentierten sich mit Hüten, Krawatten, Kappen, T-Shirts, Röcken und Hosen, an denen mindestens ein Fitzel Karo dran sein musste.

Ihre "Silberhochzeit" zelebrierten Peter und Stephan Brings, Harry Alfter, Christian Blüm und Kai Engel als rauschende Party mit Gästen wie Rapper Eko Fresh, Sängerin Deborah Wilson und dem Tanzkorps der "Stattgarde Colonia Ahoj". Udo Lindenberg, der zeitgleich in der Arena auf der Bühne stand, gratulierte per Videobotschaft. Dann begann im Stadion die "Superjeilezick".

Mehr als drei Stunden lang spielten sich Brings in einen Rausch. Sie verwöhnten die Fans mit allen Hits von "Dat es geil" und "Halleluja" über "Nur nicht aus Liebe weinen" und "Jeck Yeah" bis zu "Poppe, Kaate, Danze" und "Kölsche Jung". Den Titel "Superjeilezick" gab es als XXL-Stadionversion.

Zu ihrer "Silberhochzeit" traten Brings mit musikalischen Weggefährten und Vorbildern auf. Klaus "Major" Heuser, legendärer Gitarrist von BAP, produzierte die ersten Brings-Alben "Zwei Zoote Minsche" (1991) und "Kasalla" (1992). Weil die Musik der "Manfred Mann's Earth Band" die jungen Brings-Brüder einst faszinierte, war der frühere Bandsänger Chris Thompson zu Gast. Sein "Davy's on the Road Again" hatte zwar Patina angesetzt, aber der gebrochene Gesang fiel bei der Begeisterung nicht weiter ins Gewicht.

Begeistert waren die Fans im Stadion von den Auftritten Florian Silbereisens und der Bläck Fööss. Von Peter Brings als "musikalische Väter aller Kölner Bands" gewürdigt, setzten sich vor allem mit "Do bes die Stadt" und "Veedel" emotionale Glanzpunkte, ebenso wie Brings zum Schluss mit "Heimjonn".

(RP)