Ex-Studentin klagt künstlerischen "Anteil" ein: Beuys-Kunstwerke beschäftigen Düsseldorfer Gericht

Ex-Studentin klagt künstlerischen "Anteil" ein: Beuys-Kunstwerke beschäftigen Düsseldorfer Gericht

Düsseldorf (rpo). Eine Ex-Studentin von Joseph Beuys will vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht ihren künstlerischen "Anteil" an einigen Werken des weltbekannten Zeichners, Bildhauers und Objektemachers einklagen.

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p class="text"><P>Düsseldorf (rpo). Eine Ex-Studentin von Joseph Beuys will vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht ihren künstlerischen "Anteil" an einigen Werken des weltbekannten Zeichners, Bildhauers und Objektemachers einklagen.

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p class="text">Nachdem in erster Instanz das Landgericht nicht davon überzeugt war, dass die Bildhauerin wesentlichen Anteil an einer später von Beuys umgearbeiteten Porträt-Büste gehabt hat, sind jetzt die Richter eines OLG-Zivilsenates gefragt. Am Dienstag beschlossen die Juristen zunächst, bei einer nächsten Verhandlung eine Reihe von Zeugen im "Kopfstreit" zwischen der Künstlerin und den Beuys-Erben zu hören.

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p class="text">Die Klägerin hatte argumentiert, ihr Lehrer Beuys habe großes Interesse an einer von ihr 1963 geschaffenen Tonbüste gehabt. Er habe das Stück korrigiert und schließlich an sich genommen. Dann sei es zu einem Gipskopf umgearbeitet und später von Beuys auch in Metall gegossen worden. So sei ihr Kopf unter anderem zum Bestandteil der legendären Installation "Straßenbahnhaltestelle" geworden, die Beuys 1976 auf der Kunstbiennale von Venedig gezeigt hat.

Die Erben des Beuys-Werkes hatten die Beteiligung der Bildhauerin an den Arbeiten des Kunstprofessors bestritten. Der umstrittene Kopf habe als Gipsmodell bereits in den 50er Jahren im Atelier von Beuys gestanden.