Berlin: Berlin zeigt Entwürfe für den "Euthanasie"-Gedenkort

Berlin : Berlin zeigt Entwürfe für den "Euthanasie"-Gedenkort

Im NS-Dokumentationszentrum "Topographie des Terrors" sind von morgen an die Wettbewerbsentwürfe für den künftigen Berliner Gedenkort für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"- Morde zu sehen. Die Ausstellung wird vom Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz (SPD) und der Stellvertreterin von Kulturstaatsminister Bernd Neumann, Ingeborg Berggreen-Merkel (CSU), eröffnet, kündigte die Stiftung Topograhie des Terrors am Montag an.

Den Zuschlag für die Gestaltung des Gedenkortes hatte am 23. November der Entwurf der Berliner Architektin Ursula Wilms und der Landschaftsgestalter Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann erhalten. Sie wollen auf dem Grundstück Tiergartenstraße 4 an der heutigen Berliner Philharmonie mit einer blauen, drei Meter hohen Glaswand und einem kubusförmigen "Informationselement" die gezielte Ermordung behinderter und kranker Menschen in der NS-Zeit dokumentierten.

Zum Wettbewerb waren aus 92 eingereichten Bewerbungen 30 Arbeitsgemeinschaften von Künstlern und Landschaftsarchitekten ausgewählt worden. Zu sehen sind die Entwürfe bis 16. Dezember. Der reichsweit gesteuerten Massentötung fielen zwischen Anfang 1940 und August 1941 über 70 000 behinderte oder kranke Menschen zum Opfer. Die Ermordung mit Gas in Anstalten wie Brandenburg/Havel, Pirna oder Grafeneck gilt als Vorstufe für den später einsetzenden Holocaust an den europäischen Juden.

(EPD)
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