1. Kultur

Badeseen in NRW und eine ZDF-Doku über die Berge

Kulturtipps zum Wochenende : Unterwegs auf schattigen Pfaden und in luftigen Höhen

Das kommende Wochenende wird wieder heiß. Da bietet sich Abkühlung auf vielerlei Arten an, etwa beim Baden im See, auf grünen Wegen am Wasser oder beim Blick in luftige Höhen.

Wenn das Thermometer sich am Wochenende wieder einmal jenseits der 30 Grad -Marke bewegt, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: abtauchen oder aufsteigen. Badesee oder Berge. Erstere gibt es in NRW reichlich, über 70 Seen mit guter bis sehr guter Wasserqualität zählt unser Bundesland, die Auswahl ist also groß genug. Ein Problem haben allerdings diejenigen, die nicht unbedingt dorthin möchten, wo kaum Platz für das eigene Handtuch bleibt. Wer Ruhe sucht, sollte zuallererst unbedingt Orte weiträumig meiden, an denen Imbissbuden in Sichtweite sind. Eine schöne Übersicht über große und kleine Gewässer zum Baden und für jeden Freizeit-Geschmack gibt es auf der Seite www.seen.de. Mit etwas Geduld findet man dort auch noch abgelegenere Plätze. Meine persönlichen Tipps: der Sorpesee oder die Hennetalsperre im Sauerland. Zwar ist man auch dort an sommerlichen Wochenenden nicht völlig alleine, aber Massenandrang ist die Ausnahme, und wer ein wenig sucht, findet auch stillere Badestellen.

Luftiger an heißen Tagen ist es ohnehin in der Höhe. Hier empfehle ich einen Ausflug ins Bergische Land. Das hat seinen Namen zwar nicht von der hügeligen Landschaft (sondern vom Herzogtum Berg), aber immerhin: Der höchste Punkt misst hier die Homert bei Gummersbach mit 519 Metern Höhe. Nicht so hoch hinaus, dafür aber ins schattige Grün, führt mein persönlicher Tipp: eine Wanderung mit Natur und Kultur, bei der man am Wochenende garantiert viel weniger Menschen trifft, als am entlegensten Badesee. Startpunkt ist das alte Rittergut Schöller aus dem 12. Jahrhundert im gleichnamigen Wuppertaler Stadtteil. Von dort geht es am idyllischen Ufer der Düssel entlang über Brücken und Stege weiter zur Grube 7. Der ehemalige Kalksteinbruch im Haaner Ortsteil Gruiten ist seit 1997 Naturschutzgebiet. Hier können Wanderer prima eine Pause mit schöner Aussicht einlegen. Ein Abstecher nach Gruiten Dorf lohnt sich wegen des dortigen Cafés, aber natürlich auch wegen der hübschen historischen Fachwerkhäuser. Zurück geht es über Streuobstwiesen und auf grünen Pfaden an der Düssel wieder zurück nach Schöller. Rund 14 Kilometer ist die Tour lang, Schatten und ein Hauch von Urlaubsgefühl garantiert. Die Runde zum Nachschauen gibt es bei komoot.de.

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Zum Abschluss noch ein Fernsehtipp: Die ZDF-Sommerdokureihe „Gebirgswelten“ zeigt Berge und ihre Bewohner in drei Weltregionen: Die Reporter haben besondere Menschen in ihren außergewöhnlichen Lebensräumen begleitet. Sie haben Bergbauern und Bergretter in den Alpen besucht, Forscher und Pilgerer in den Anden kennengelernt und eine Freikletterin und eine Rancherfamilie in den Rocky Mountains bei der Arbeit gefilmt. Gewaltige Bilder und berührende Geschichten, die vor allem eines bewusst machen: die Schönheit und Übermacht der Natur, in der der Mensch nur ein winziges Rädchen ist.

Zu sehen sind die drei Teile der Doku in der ZDF-Mediathek.