Eröffnung des Asphalt-Festivals So turbulent war der Wilde Westen noch nie

Düsseldorf · Ein fast waschechter Western nur mit schwarzen Schauspielern aus Südafrika. Laut, rasant, politisch – und immer wieder: saukomisch.

 Die Inszenierung „Dark Noon“ erzählt auch die Geschichte von Sklaverei und Unterdrückung.

Die Inszenierung „Dark Noon“ erzählt auch die Geschichte von Sklaverei und Unterdrückung.

Foto: N. Franck/Nana Franck

Das Festival beginnt mit Gewalt. Genauer: mit einem Doppelmord. Auf großer staubiger Spielfläche kriegen sich zwei Cowboys in die Köppe und vollziehen das, was wir von zwei Cowboys schlichtweg erwarten. Sie duellieren sich, entfernen sich Rücken an Rücken in Superzeitlupe voneinander, drehen sich in noch treffsicherer Entfernung um und knallen einander über den Haufen. So ist er halt, der wilde Wilde Westen, hundertfach in Filmen gesehen, erstarrt als Erinnerungsbild aus der Kindheit.