75. Filmfestspiele Venedig 2018: Das sind die Teilnehmer

Ryan Gosling als Weltraumpionier : Filmfest Venedig startet mit Drama „First Man“

75. Filmfestspiele von Venedig mit Drama "First Man" gestartet

Beim 75. Filmfestival geht es wieder um den Goldenden Löwen: 21 Beiträge werden gezeigt. Es wird ein starker Wettbewerb erwartet, das zeigte schon die Eröffnung mit „First Man“.

Schon der Eröffnungsfilm am Mittwoch hat Hoffnungen auf einen starken Wettbewerb gemacht: „First Man“. Nach dem oscarprämierten Musical „La La Land“ arbeitete der 33-jährige Regisseur Damien Chazelle dafür erneut mit Ryan Gosling zusammen. Der spielt den Weltraumpionier Neil Armstrong, der im Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat. „First Man“ fokussiert auf den langen Weg von Armstrong und all den Wissenschaftlern, die diesen Meilenstein ermöglichten. Dabei schaut der Film aber auch auf Armstrongs Privatleben, wie er seine kleine Tochter verlor und wie die Risiken des Weltraumprogramms zu Spannungen in seiner Ehe führten.

„First Man“ ist der erste Beitrag, der ins Rennen um den Goldenen Löwen des Festivals geht. 20 weitere werden in den kommenden Tagen folgen. Nur einer stammt von einer Frau - was im Vorfeld kritisiert wurde. Auch Jurypräsident Guillermo del Toro sprach sich vor der Eröffnung am Abend für eine absolute Chancengleichheit von Männern und Frauen im Filmgeschäft aus: „Das Ziel muss klar sein: Bis zum Jahr 2020 muss das Verhältnis bei 50:50 liegen“, forderte der Mexikaner.

Die geringe Anzahl von Frauen hinter der Kamera, in der Produktion und anderen Bereichen sei „ein reales Problem, in der Kultur insgesamt“. Das Problem müsse in allen Bereichen gelöst werden. „Das darf nicht nur eine Geste sein, es ist eine Notwendigkeit.“

Bei der Vergabe der Preise am 8. September werden solche Diskussionen aber wohl keine Rolle spielen. Del Toro betonte, dass ihn auch die Debatte um Produktionen des Streamingdienstes Netflix nicht interessiere. „Ich finde, die Filme müssen mit dem beurteilt werden, was sie auf der Leinwand zeigen“, sagte der Oscarpreisträger („Shape of Water“). Der Rest sei eine andere Debatte. Die Aufgabe der Jury sei auf jeden Fall „eine sehr ernste“. „Ich hoffe wirklich, dass ich Überrascht werde und etwas entdecke.“

(ubg/dpa)
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