„30 Seconds To Mars“, Aerobic und Mönchengladbach

Konzert-Kritik : Aerobic mit 30 Seconds To Mars

Die Alternativ-Rockband mit Frontmann Jared Leto war am Donnerstag im Sparkassen Park in Mönchengladbach. Das Publikum brauchte nicht nur Ausdauer beim Warten auf die Band, sondern auch für das straffe Bühnenprogramm.

In 30 Sekunden schafft es die Band rund um Frontmann Jared Leto dem Namen nach zum Mars. 30 Minuten brauchen 30 Seconds To Mars, um im Sparkassen-Park in Mönchengladbach auf die Bühne zu kommen. Sie sind spät dran.

Liebe. Trump. Botox. Lust. Revolution – Wörter in englischer Sprache auf der Leinwand. Dann ist da Jared Leto. Pinkfarbenes Hemd, silberne Glitzerhose, weißer Umhang. Mit „Up In The Air“ leitet er die anderthalbstündige Aerobic-Stunde zu 30-Seconds-To-Mars-Songs ein. „Geht runter“, ruft er. „Geht runter“, flüstert er. „Springt!“. „Dankeschön“. Und bei diesem kleinen Wörtchen ist der ganze Ärger der letzten 30 Minuten verflogen. Weiter geht’s. Hände hoch. „Kings And Queens“ singt Leto mit seiner klaren, kraftvollen Stimme. „Die Fäuste in die Luft!“ Bunte Riesenballons fliegen bei „This Is War“ durch das Publikum. „Springt“. „Springt“. „Schreit“. Tänzer sind gesucht. Auswahlkriterium: Deutsche Nationalität und verrückte Tanzmoves. Zu „Rescue Me“ tanzt ein Mädchen im Tiger-Kostüm auf der Bühne. Beim etwa sechsten Song gibt es eine Technik-Panne. Auf der Leinwand sieht das Publikum statt Wörtern einen Mauspfeil herumirren. Egal. Weiter. Von Leto gibt es Daumen hoch für die Performance.

Entspannung ist bei „City Of Angels“ angesagt, der ganze Sparkassen-Park strahlt in Handylichtern. Shannon Leto, Bruder des Sängers und Schlagzeuger der Band, lädt mit „Remedy“ zum kurzen Trocken-Rubbeln ein. Zum Abschluss gibt es eine große Party auf der Bühne zu dem Klassiker „Closer To The Edge“. Jared Leto: „Wir lieben dich so sehr, Deutschland.“

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