Issum: Sanierung des gefährlichen Radwegs auf der Fleuthbrücke

Mehr Sicherheit für Radfahrer : Politik macht neue Vorschläge zur Brückensanierung in Issum

Dass die Fleuthbrücke in Höhe des Issumer Rathauses eine Gefahrenstelle darstellt, haben Politik und Verwaltung erkannt. Nun sind Lösungen gefragt.

Der Issumer Eckehard Scheurer setzt sich für die Sanierung der Fleuthbrücke in Höhe des Issumer Rathauses ein. Er begrüßt, dass Verwaltung und Politik handeln. Nachdem ein Mann aus seinem Bekanntenkreis so schwer mit dem Fahrrad gestürzt war, dass er kurze Zeit später verstarb, ist ihm das Abwenden von Gefahren an dieser Stelle ein besonderes Anliegen. In der Vergangenheit gab es einen weiteren schweren Unfall. Die Kombination rutschiges Kopfsteinpflaster und unübersichtliche Kante beim Auffahren auf den Radweg haben Politik und Verwaltung als Problem erkannt. Kleine Änderungen sind erfolgt. Die weiße Farbe macht die Kante zum Radweg sichtbar. Im Bauausschuss wurde über die große Sanierung gesprochen. „Ich fand den Plan, den die Verwaltung vorgelegt hat, gut“, sagt Scheurer. Allerdings: „Im Grunde hat jede Partei den Plan ein bisschen zerrissen.“

„Wir haben uns die Frage gestellt: Ist das alles nötig?“, so Daniel Ophey von der CDU.  Einen Bordstein mit zwölf Zentimetern Höhe, der Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer voneinander trennt, halte man eher für zusätzliches Gefahrenpotenzial, wenn da jemand auf der Kante ausrutsche. In die Planung kam der hohe Bordstein, weil bisher Autofahrer den Geh- und Radweg bei Gegenverkehr mitbenutzen, da die Straße relativ schmal ist. Das Überfahren des Fuß- und Radweges soll mit der hohen Kante verhindert werden, erklärt Issums Bauamtsleiter Jürgen Happe. Geplant ist auch, die Straße schmaler und den Geh- und Radweg breiter zu gestalten. Autos sollen erst gar nicht mehr in die Versuchung kommen, sich zu begegnen, sondern warten. Sowohl Ophey von der CDU als auch Stefan Winkel von den Grünen und Hartmut Redepenning (FDP) schlagen vor, angesichts des Tempo-20-Bereichs Radfahrer und Autofahrer nicht zwingend zu trennen. Sie setzen auf Rücksichtnahme. Bürgermeister Clemens Brüx schildert seine Beobachtung, dass dort generell viel zu schnell gefahren werde. Deswegen lautet der zusätzliche Vorschlag der Verwaltung: Bodenschwellen. Dahinter mache die CDU Fragezeichen, so Ophey. Die Verwaltung wird die Pläne noch einmal überarbeiten.