Klicktipps Wer in Haldern entdeckt werden muss

In der Rubrik "Klicktipps" stellen wir Links zu kostenlosen MP3-Downloads, Konzerten und Videos vor. In dieser Woche werfen wir einen Blick aufs Haldern Pop Festival am Niederrhein, das vom 7. bis 9. August läuft und in jedem Jahr Entdeckergeist beweist.

 Work hard, play hard - Carlos Cipa am Klavier.

Work hard, play hard - Carlos Cipa am Klavier.

Foto: Clemens Mailinger

Wie immer unverzichtbar in Haldern: Folk-Pop. Musiker mögen keine Schubladen, aber Honig liegen dort nicht so falsch. Vergleiche mit Mumford & Sons und Of Monsters And Men sind okay, doch klingen der Düsseldorfer Stefan Honig und seine Band deutlich melancholischer und getragener. Zu überprüfen ist das auf dem Live-Video zum Song "Overboard", der auch auf der neuen Platte "It's Not A Hummingbird, It's Your Father's Ghost" enthalten sein wird. Die erscheint am 22. August auf dem Label des Haldern Festivals.

Woran es dem Haldern Pop Festival bisweilen mangelt, ist eine wirklich wuchtige Rockband. In diesem Jahr ist das dank der Fat White Family nicht der Fall, der aufregendsten britischen Gitarrenband der Stunde. Punk, Garage, Schmutz, mal schnell, mal schleppend. Auf Platte wild, auf Konzerten noch viel wilder. So was kriegt man ja heutzutage gar nicht mehr. Und die Kerle haben nicht mal einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Auf ihrer Bandcamp-Seite kann man sich das Debütalbum und eine EP im Stream anhören.

Dem Bochumer Experimental-Label Denovali hat das Festival gleich drei Plätze freigeräumt. Was immer noch nicht ausreicht, weil es auf diesem Label noch viele andere großartige Musiker gibt. Drei Künstler treten auf, dazu gehört auch Carlos Cipa, ein junger Klavierspieler aus München. Sein instrumentales Debütalbum "The Monarch And The Viceroy" lässt wahlweise an neblige Herbsttage, Regen in den Bergen oder lange Zugfahrten denken. Bei Soundcloud kann man sich sieben Songs der Platte im Stream anhören.

Auch an Experimenten ist das kanadische Label Constellation interessiert. Für seine Verhältnisse ist die Band Ought beinahe konventionell, trotzdem ist der Weg bis zum Refrain, oder etwas, das so klingt, sehr weit vor lauter Abbiegungen und Umwegen. Wie "The Weather Song" belegt. Das Video hat Vimeo.