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Mein Herz schlägt schneller: Ina Müller - Madame Chaos

Mein Herz schlägt schneller : Ina Müller - Madame Chaos

Düsseldorf (RPO). Ina Müller hat das geschafft, woran die große Anke Engelke krachend gescheitert ist: Sie ist Gastgeberin einer erfolgreichen Latenight-Show. "Inas Nacht" ist eine laute, biergeschwängerte Kneipenparty und damit einzigartig im deutschen Fernsehen.

Sie schreit, sie zappelt, sie singt: Ina Müller, 45, wirkt stets so, als habe sie eine gefährliche Überdosis Aufputschmittel intus. Ihre Show sendet sie aus einer winzigen Hafenkneipe in Hamburg, in der sich die Gäste an schmalen Tischen quetschen. Dazwischen hockt irgendwo eine Band, und draußen vor der Tür stehen Seemänner à la Captain Iglo und singen bei jedem Gag "What shall we do with the drunken sailor".

Wer die Sendung zum ersten Mal sieht, denkt sich: Was für ein alberner Quatsch. Doch spätestens, wenn der erste prominente Gast eintrifft und bei Wirtin "Frau Müller" (die heißt wohl zufällig auch so) ein kühles Blondes bestellt, stellt sich so eine Art Zimmer-frei-Effekt ein. Die Stars, die sowohl aus der Trash-Ecke (Jürgen Drews) als auch aus der A-Liga (Jan Delay) stammen, passen sich unwillkürlich der gemütlichen Lotter-Atmosphäre an. Heißt: Sie sitzen nicht stocksteif da und promoten irgendwas, sondern sie quatschen mit der Gastgeberin, wie man eben so quatscht bei einem Bierchen.

Das ist spannend, weil es sie ungeschminkt zeigt. Einige wirken regelrecht erleichtert und plaudern drauf los, andere sind angesichts von so viel Narrenfreiheit überfordert und gehen im Getöse der Gastgeberin unter. Die versucht gar nicht erst, auf interessierte Journalistin zu machen, sondern fragt spontan, was ihr so einfällt. Das ist zwar nicht immer erhellend, aber alle mal unterhaltsamer als die gestelzten Interviews professioneller Kartenableser wie Markus Lanz oder Günther Jauch.

Die nächste Folge von "Inas Nacht" läuft am 18. November ab 23.30 Uhr in der ARD.