Klicktipps: Rückkehr der Vorzeige-Melancholiker

Klicktipps : Rückkehr der Vorzeige-Melancholiker

In der Rubrik "Klicktipps" stellen wir Links zu kostenlosen MP3-Downloads, Konzerten und Videos vor. In dieser Woche melden sich Travis und Punk zurück.

Es ist noch nicht offiziell, aber der Sommer ist auf dem Weg zu uns. Schon vorher da war das Elektro-Duo Teenage Sweater mit ihrer Sonne-Strand-Meer-Hymne "Young Glitter". Die zwei Jungs aus dem nicht gerade unsonnigen San Francisco sehen, wie es sich für Elektro-Duos gehört, aus wie Bilderbuch-Hipster, das haben sie mit ihrem deutlichsten musikalischen Einfluss, MGMT, gemein. Zu hören gibt es die Indie-Melodie des Jahres bei Youtube.

Bei Travis weiß man nie so genau, ob der Song wirklich toll ist oder ob man sich bloß freut, dass es die Band noch immer gibt. Gehen wir in diesem Fall einfach mal vom ersten aus. Am 16. August erscheint "Where You Stand", das siebte Album der Band und das erste nach fünf Jahren. Und die Single, die so heißt wie die Platte, lässt sich bereits samt Video im Internet bestaunen. Sänger Fran Healy lässt sich von einer deutschen Schauspielerin mit Torten, Leim, Wasser, Federn malträtieren und von ihren Freundinnen auslachen. Weil er das alles erträgt, küsst sie ihn dafür kurz auf die Wange. Der Song ist voll mit Travis-Melancholie. Die Website des Rolling Stone hat das Video.

Mach das aus, mach das aus, mach das aus. Oder nein, lass doch an. Sich den Song "Don't Get Any Closer" von Eluvium anzuhören, ist nicht ganz einfach. Fühlt er sich in der einen Sekunde noch erhaben an, erwürgt er einen im nächsten Moment mit seiner Melancholie. Dabei sind doch nicht mehr als ein Klavier, eine Orgel und ein paar Effekte zu hören. Hinter Eluvium steckt der Ambient-Musiker Matthew Cooper aus Portland. Anhören kann man sich den Song bei Soundcloud. Sein Album "Nightmare Ending" erscheint am 17. Mai.

Alle paar Jahre kommt eine Platte, die das Uralt-Genre Punk wiederbelebt. In diesem Jahr fällt die Rolle "Light Up Gold" des Brooklyner Quartetts Parquet Courts zu. Wenn eine Punkplatte bei Pitchfork 8.0 Punkte erhält, hat das schon etwas zu bedeuten. Bestes Beispiel: "Borrowed Time". Zweieinhalb Minuten, ganz lässig hingerotzt. Herunterzuladen bei Aquarium Drunkard.