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Klicktipps: Die Wiederkehr des Akkordeons

Klicktipps : Die Wiederkehr des Akkordeons

In der Rubrik "Klicktipps" stellen wir Links zu kostenlosen MP3-Downloads, Konzerten, Videos und Indie-Rockbands vor. In dieser Woche wird James Dean zu Mutter Theresa.

Walt McClements aus New Orleans ist ein vielbeschäftigter Mann. Multiinstrumentalist, Mitglied zahlreicher Bands und seit Kurzem mit der Renaissance des Akkordeons im modernen Indierock beschäftigt. Dazu hat er jetzt unter dem Namen Lonesome Leash das wunderbar wehmütige "Ghosts" aufgenommen. Schleppend wie schwerer Seegang, untermalt vom charakteristischen Klang des Akkordeons, erzählt er von der Vergangenheit und wie diese noch immer zwischen zwei Liebenden steht. Auf Soundcloud findet sich der Download.

Es gibt keine falsche Zeit für gute Weihnachtslieder. Beispielsweise Damien Jurado. "Kalla Hus" ist das nachträgliche Geschenk des amerikanischen Singer/Songwriters. "I will never see Christmas" heißt es dort und klingt wie die Vertonung der traurigsten Kurzgeschichte der Welt. Mit Streichern, einem kargen Piano und einer klagenden Stimme singt er den Gegenentwurf zum weihnachtlichen Frohsinn. Auch hier lässt sich bei Soundcloud laden.

Eigentlich zieht Sascha Ring alias Apparat beim Musikmachen Maschinen der Gesellschaft von Menschen vor. Nicht so bei seinem aktuellen Projekt. Für die Bühnenfassung von "Krieg und Frieden" hat er mit einem 30-köpfigen Orchester zusammengearbeitet. Dabei entstand auch der Track "A Violent Sky", bei dem digitaler Frickelelektronikgestus auf analogen Bombast trifft. Wer schnell dreimal hintereinander Thom Yorke sagt, darf von der Webseite der Plattenfirma das gute Stück ziehen.

Vampire sind mittlerweile so out, dass sie schon wieder angesagt sein könnten. Haben die L.A. Indierocker The New Limb gedacht, als sie "Blood Lust" schrieben. Das hat alles, was in den 80er Jahren angesagt war: Falsettgesang, einen einprägsamen Refrain und Synthieflächen, die, übereingestapelt einmal von der Erde bis zum Mond reichen würden. Dabei geht es im Lied darum, gut zu sein und dabei auch gut auszusehen, so, als wäre James Dean Mutter Theresa gewesen. Der Blog Pure Volume hat den Track für euch.