Ehepaar beleidigt Polizisten in Langenfeld

Langenfeld : Ehepaar beleidigt Polizisten: 800 Euro Geldstrafe

Ein Ehepaar aus Langenfeld musste sich am Donnerstag vor dem Amtsgericht Langenfeld verantworten. Der Vorwurf: Widerstand gegen Polizeibeamte, Beleidigung und versuchte Körperverletzung. Die Tat soll sich während einer Fahrzeugkontrolle an der Düsseldorfer Straße im Dezember 2018 in Langenfeld ereignet haben.

Beide Angeklagte stammen aus Osteuropa. Die  Ehefrau, die von einem Dolmetscherin unterstützt wurde, beklagte sich über das aus ihrer Sicht unangemessene Verhalten der Polizisten. Die sollen die Angeklagten mit Pfefferspray angesprüht und gefesselt haben. Laut eines Arztattestes hat die Frau blaue Flecken davon getragen. Die Ergebnisse des Bluttests zeigten, dass die Angeklagten während der Tat mit 1,57 und 2,14 Promille stark alkoholisiert waren. Zum Prozess waren sechs Zeugen geladen.

Man habe im Auto gefeiert, berichtete der Ehemann, als die beiden Beamten im Streifenwagen ihn aufforderten anzuhalten. Nach dem Halt des Fahrzeugs verließ der Beklagte mit kasachischen Wurzeln sein Auto und soll laut Aussage der Polizisten aggressiv mit drohenden Armbewegungen nach dem Grund des Anhaltens gefragt haben. Dabei sollen auch Beleidigungen, wie „Hurensöhne“ und „Faschisten“ gefallen sein. Der Beklagte wurde von den Polizisten, die Verstärkung angefordert hatten, mehrfach aufgefordert, stehen zu bleiben. Nachdem die Ehefrau den Wagen ebenfalls verlassen hatte und beide den Polizeibeamten gegenübergestanden hatten, setzten diese das Pfefferspray ein.

Die Angeklagten sagten aus, sie hätten nach dieser Aktion keine Gewalt gegenüber den Polizisten ausüben, sondern sich nur das Pfefferspray aus den Augen wischen wollen. Da die Beklagte nur über geringe Deutschkenntnisse verfügt und daher laut Staatanwaltschaft keine verständlichen Beleidigungen äußern könnte sowie auch stark alkoholisiert gewesen war, wird das Verfahren gegen die Ehefrau wegen Geringfügigkeit eingestellt.

Die Zeugenaussagen der beiden weiteren Fahrzeuginsassen bestätigten das aggressive Verhalten des Ehemanns nicht, so dass der Tatvorwurf auf die Beleidigung der Beamten beschränkt wurde. Die Staatsanwältin machte deutlich, dass derart massive Beleidigungen nicht hinzunehmen seien. Der Angeklagte zeigte im Gerichtssaal Reue und akzeptierte die gegen ihn verhängte Geldstrafe von 800 Euro (40 Tagessätzen zu je 20 Euro).