Unitymedia - was man zur Analog-Abschaltung beim Kabel-TV wissen muss

Umstellung beim Kabelfernsehen im Juni: Unitymedia — was Sie zur Analog-Abschaltung wissen sollten

Im Juni ist es soweit, Unitymedia schaltet – unter anderem in NRW – die analoge Übertragung im Kabelfernsehen ab. Die noch betroffenen Kunden müssen sich um neue Empfangsgeräte kümmern, sonst bleibt der Bildschirm schwarz. Wichtige Fragen und Antworten.

Im Juni ist es soweit, Unitymedia schaltet — unter anderem in NRW — die analoge Übertragung im Kabelfernsehen ab. Die noch betroffenen Kunden müssen sich um neue Empfangsgeräte kümmern, sonst bleibt der Bildschirm schwarz. Wichtige Fragen und Antworten.

Unitymedia läutet das Ende des analogen Kabelfernsehens ein. Zwischen dem ersten und dem 30. Juni werden schrittweise zunächst in Baden-Württemberg, dann in Hessen und zuletzt in Nordrhein-Westfalen die analogen Programm vom Sender genommen.

Die noch verbliebenen Analog-Schauer müssen sich umstellen oder sehen nur noch Standbilder.

Das analoge Fernsehsignal wird schrittweise in den regionalen Versorgungszentren durch ein Standbild mit Hinweis auf die Abschaltung ersetzt. Rund einen Monat später wird die Sendetechnik abgebaut. Dann wird nur noch das digitale Fernsehsignal übertragen.

Laut Unitymedia schauen noch rund 640.000 meist ältere Kunden analoges Programm. Sie will das Unternehmen vor der Umschaltung mit einer Informationskampagne erreichen.

Los geht es am 1. Juni im südlichen Baden-Württemberg, der Norden des Landes folgt am 6. Juni. Hessen wird ab dem 13. Juni abgeschaltet. In Nordrhein-Westfalen wird der Süden ab dem 20. Juni, der Norden ab dem 27. Juni abgeschaltet. Genaue Termine nach Postleitzahlen sortiert gibt es im Netz bei Unitymedia.

Schaut man noch auf einem alten Röhrenfernseher, empfängt man höchstwahrscheinlich Analog-TV. Jedenfalls dann, wenn das Antennenkabel direkt im Fernseher steckt und keine Empfangsbox zwischengeschaltet ist. Auch wer weniger als 30 Kanäle empfängt, schaut wahrscheinlich analog.

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Selbst wer einen neueren Fernseher hat, schaut vielleicht noch analog. Hier hilft ein Blick in die Einstellungen, welcher Empfangsweg gewählt ist. Wer im aktuellen TV-Programm Laufbänder mit Hinweisen auf die Analogabschaltung sieht, schaut definitiv noch nicht digital.

Soll der Röhrenfernseher oder ein älterer Flachbildfernseher weiter genutzt werden, muss eine digitale Empfangsbox her. Sie gibt es laut Branchenverband gfu in diversen Ausstattungsvarianten im Fachhandel.

Unitymedia vermietet auch passende Geräte. Ist der Fernseher zum Digitalempfang in der Lage, muss nur der Empfang von analog auf digital umgestellt werden.

Nein, ein Technikerbesuch ist nicht nötig: Bei Kabelanschlüssen von Unitymedia werden die analogen und digitalen Signale seit Jahren gemeinsam übertragen. Auch an dem über das Kabel übertragenen analogen Radioprogramm ändert sich nichts.

Die analoge Übertragung verbraucht Kapazitäten, die das Unternehmen lieber für andere Inhalte nutzen möchte. Bis zu acht digitale Sender können laut gfu statt einem analogen gesendet werden. Die freiwerdende Kapazität soll künftig für weitere HD-Sender und schnelleres Internet sorgen.

Beide Signale parallel zu übertragen verursacht auch hohe Betriebskosten. Auch die anderen Kabelanbieter in Deutschland werden in den kommenden Jahren den analogen Sendebetrieb einstellen. Vodafone etwa will 2018 damit beginnen.

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(csr/dpa)