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Es kann am Netzteil liegen: Warum manche Smartphones so langsam laden

Es kann am Netzteil liegen : Warum manche Smartphones so langsam laden

Nicht zwei, nicht drei, nicht vier, ganze fünf Stunden vergehen, bis das Smartphone an der Steckdose wieder voll geladen ist - und der Nutzer schwer genervt. Liegt's am Akku, liegt's am Smartphone?Nein. Oft könnte das Ladegerät mehr Power liefern.

Nicht zwei, nicht drei, nicht vier, ganze fünf Stunden vergehen, bis das Smartphone an der Steckdose wieder voll geladen ist - und der Nutzer schwer genervt. Liegt's am Akku, liegt's am Smartphone?Nein.
Oft könnte das Ladegerät mehr Power liefern.

Wer den Verdacht hegt, dass das USB-Netzteil seines Smartphones zu wenig Leistung zum schnellen Laden liefert, sollte Ladegeräte anderer Hersteller ausprobieren.

Denn ein stärkeres Netzteil sorgt nicht immer, aber überraschend häufig für eine schnellereLadung, berichtet die Zeitschrift "c't" nach einem Test, bei dem zehn Smartphones und ihre Netzteile über Kreuz miteinander verbunden wurden.

Nach den USB-Spezifikationen beträgt der maximale Ladestrom an der Steckdose (AC-Lademodus) zwar nur 1,5 Ampere (7,5 Watt), einige Netzteile lieferten jedoch bis zu 2,4 Ampere (12 Watt).USB-Ports am Rechner stellen in aller Regeln nicht mehr als 0,5 Ampere (2,5 Watt)
bereit.

Dass ein Ladegerät eines anderenHerstellers Handy oder Akku zerstören, muss man nicht befürchten. Denn die in Smartphones und anderen mobilen Geräten verbaute Ladeelektronik kontrolliert und entscheidet, wie viel Strom zu welchem Zeitpunkt desLadevorgangs fließt.

Dass nicht unbedingt das vom Hersteller mitgelieferte Netzteil das Smartphone am schnellsten lädt, zeigte im Test das Samsung-Ladegerät ETA-U90EWE am deutlichsten. Es lud etwa das BlackBerry Z10, dasLG G2 und das Sony Xperia Z1 mit einem Watt, das Huawei Ascend Mate sogar mit drei Watt mehr als deren Original-Ladekabel. Allein das iPhone lud das Samsung-Netzteil langsam. Knapp empfehlenswert sind den Angaben nach aber auch die Netzteile von HTC (One Mini), Huawei (Ascend Mate) und LG (G2).

USB-Buchse verschmutzt?

No-Name-Netzteile haben die Experten ebenfalls ausprobiert, aber schließlich nicht in den Test einbezogen, weil keine empfehlenswerten Geräte darunter gewesen seien. Es habe bei diesen Ladekabeln keine verlässlichenLeistungsangaben und keine zufriedenstellende Kompatibilität mit diversen Smartphones gegeben.

Selbst beim reinen USB-Kabel sollte man sich an die mitgelieferten Strippen der Hersteller halten, raten die Experten. Zum einen lägen diese Kabel in einem niedrigen Widerstandsbereich. Eine Leitung aus unbekannter Quelle etwa ließ im Test aufgrund eines hohen Widerstands, der auf minderwertigeres Kupfer schließen lässt, nur rund die Hälfte dermaximalen Leistung zu.

Zum anderen sollte das USB-Kabel möglichst kurz sein. Auch wenn die USB-Spezifikation bis zu fünf Meter lange Kabel erlaubt, sagt dies nichts über den Ladestrom aus. Dieser sinkt dem Test zufolge kontinuierlich mit jedem Zentimeter zusätzlicher Länge, was ebenfalls auf den elektrischen Widerstand zurückzuführen sei.

Lädt das Handy gar nicht mehr, kann das an einem defekten Akku liegen. Häufig macht aber auch die USB-Buchse Probleme. Nutzer sollten diese dann erst einmal reinigen, zum Beispiel mit Druckluftspray, raten die Experten. Lädt das Handy dann immer noch nicht, sollte man es mit einem anderen Kabel und einem anderen Netzteil probieren.

Ist auch so keine Abhilfe möglich, kann es sein, dass die Ladebuchse defekt ist. Innerhalb der Garantiezeit behebt meist der Händler einen solchen Schaden. Danach kann man immer noch versuchen, einen Reparaturdienst zu finden, der einen kostenpflichtigen Austausch vornimmt.

(dpa)