Testbericht: Hybrid-Uhr Skagen Signatur Connected - edel mit smarten Extras

Hybrid-Uhr im Test : Skagen Signatur Connected - edel mit smarten Extras

Eine Smartwatch, die wie eine Smartwatch aussieht, ist nicht jedermanns Sache. Mittlerweile gibt es Modelle, die wie eine klassische Uhr daherkommen und doch einige smarte Features in sich tragen - etwa die Skagen Signatur Connected. Wir haben sie getestet.

Wer auf das schlichte, zurückgenommene skandinavische Design steht, dem wird die Skagen Signatur sofort gefallen: Keine unnötigen Schnörkel, ein dezentes Zifferblatt und das für die Marke typische Milanaise-Armband. Kein Vergleich also zu den üblichen Smartwatches wie der Apple Watch oder der Samsung Gear S3, die ein normales Zifferblatt im besten Fall vortäuschen.

Der Skagen Signatur sieht man ihre Smartwatch-Funktion kaum an. Allenfalls die drei dezenten Knöpfe rechts am Metallgehäuse oder der Namenszusatz "Hybrid" auf dem Zifferblatt könnten einen Hinweis liefern.

Wer die Uhr in Betrieb nehmen möchte, der sollte einen Blick in die Kurzanleitung werfen. Dann ist die Einrichtung aber schnell gemacht. Als erstes muss die Skagen-App auf das Android-Smartphone oder das iPhone geladen werden. Per Bluetooth nehmen die Geräte dann Verbindung auf.

Vom Smartphone bekommt die Uhr auch die korrekte Zeit und das Datum mitgeteilt. An der Uhr lassen sich die Daten nicht einstellen. Doch wozu dienen dann die drei Knöpfe?

Auch das wird in der App erklärt. Standardmäßig ist der obere Drücker für die Anzeige des Datums zuständig - beide Zeiger bewegen sich dann auf die passende Zahl von 1 bis 31 am äußersten Rand des Zifferblatts. Mit dem mittleren Knopf kann das Smartphone zum Klingeln gebracht werden, etwa wenn man es innerhalb der Bluetooth-Reichweite verlegt hat. Der untere Drücker steuert die Standard-Musik-App auf dem Smartphone.

In der App kann die Belegung der Tasten geändert werden, beispielsweise zur Anzeige einer zweiten Zeitzone, zum Stellen des Alarms oder als Fernauslöser für die Kamera-App.

Ganz ohne Drücken eines Knopfes zeigt einem die Skagen Signatur an, wie viel Prozent seines täglichen Fitness-Ziels man bereits absolviert hat. Das übernimmt ein kleiner Zeiger auf einem Extra-Zifferblatt. Festlegen lässt sich das Ziel in Form einer Schritt-Anzahl in der App. Hat man es erreicht, drehen die Zeiger im wahrsten Sinnes des Wortes kurz durch.

Kommt auf dem Smartphone eine Benachrichtigung an, kann die Uhr das signalisieren. Sechs Apps und/oder Kontakte können dafür ausgewählt werden. Kommt von dort eine Benachrichtigung, eine Nachricht oder ein Anruf, vibriert die Skagen dezent am Handgelenk. Um direkt erkennen zu können, welche App oder welcher Kontakt da gerade etwas von einem will, kann jeweils eine Ziffer zugewiesen werden. Hat beispielsweise WhatsApp die "1", dann bewegen sich die Zeiger bei einer neuen WhatsApp-Nachricht auf dem Zifferblatt zur "1".

Die Zusatzfunktion mag hilfreich sein, dürfte aber bei vielen WhatsApp-Nachrichten die Batterie arg in Mitleidenschaft ziehen. Hier hat sich Skagen gegen einen Akku entschieden, der spätestens alle zwei Tage aufgeladen werden müsste. Verbaut ist eine handelsübliche Lithium-Knopfzelle, die laut Hersteller vier bis sechs Monate lang halten soll. Das konnten wir im Test nicht überprüfen. Immerhin ist das spritzwassergeschützte Gehäuse vom Besitzer leicht zu öffnen, sodass ein teurer Batteriewechsel beim Uhrmacher entfällt.

Damit die Skagen auch den Schlaf überwachen kann, müsste sie rund um die Uhr am Arm getragen werden. Die Signatur Connected ist mit 42 Millimeter Durchmesser und 12,5 Millimeter Gehäusedicke für einen normalen Männerarm nicht zu groß, um sie aber auch nachts zu tragen, wäre sie uns doch etwas zu klobig.

Fazit: Mit 219 Euro ist die rundum gut verarbeitete Skagen Signatur nicht zu teuer. Wer sich für ein Lederarmband entscheidet, zahlt knapp unter 200 Euro. Dafür bekommt man eine stilvolle Analog-Uhr mit ein paar smarten Fähigkeiten. Wem das reicht, der trifft damit ein gute Wahl.

Was uns nicht so gut gefallen hat, ist die arg knapp geratene Bedienungsanleitung und die doch sehr schwache Vibrationsstärke. Selbst auf dem höchsten von drei einstellbaren Niveaus kann einem eine Meldung der Uhr schon mal entgehen, vor allem, wenn man das Armband etwas lockerer trägt.

Wem das skandinavische Design nicht gefällt, bekommt das Modell auch von Skagens Schwestermarke Fossil als Modell Q in anderer Verpackung.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Skagen Signatur Connected - smarte Uhr mit Stil

(csr)
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