Test: Smartphone Lenovo K6 - gut und günstig

Smartphone im Schnellcheck: Lenovo K6 - gut und günstig

Das Lenovo K6 ist eines der ersten Smartphones, die der chinesische Hersteller unter eigenem Namen in Deutschland anbietet. Mit einem Preis von unter 200 Euro bedient es den Mittelklassebereich. Was es leistet, zeigt unser Schnellcheck.

Für den günstigen Preis macht das Lenovo K6 einen wertigen Eindruck. Die Vorderseite besteht ganz aus Glas, das Gerät wirkt dank schmaler Ränder rechts und links sehr schlank. Die Rückseite besteht, bis auf schmale Kunststoffstreifen oben und unten, aus Metall.

An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, kein Knarzen oder Wackeln. Die beiden Tasten an der Seite haben einen guten Druckpunkt. Leider sind beide mit einer glatten Oberfläche versehen worden, das macht die Unterscheidung nicht unbedingt leichter.

Die 13-MP-Hauptkamera steht auf der Rückseite etwas aus dem Gehäuse hervor. Schöner wäre es hier natürlich gewesen, sie wäre komplett darin verschwunden. Beim Fotografieren gibt sie sich redlich Mühe. Im Smart-Modus erkennt sie automatisch das Motiv und stellt das entsprechende Programm ein, etwa "Landschaft" oder "Hintergrundbeleuchtung".

Die geschossenen Fotos sind für eine Kamera in der Unter-200-Euro-Klasse völlig okay. Auch hier gilt, was man bei den meisten Smartphone-Kameras sagen muss: Ist nicht genügend Licht vorhanden, fangen die Fotos schnell an zu rauschen.

Der interne Speicher ist mit 16 GB für die Mittelklasse ausreichend, 32 GB hätten dem Gerät natürlich auch nicht schlecht gestanden. Per MicroSD-Karte kann der Speicher aufgestockt werden. Mit einem 2 GB großen Arbeitsspeicher sollte der normale Anwender die meisten Apps ohne große Ruckler verwenden können.

Ähnlich wie das Sony Xperia XA wirkt das Lenovo K6 dank des schmalen Randes kleiner, als es wirklich ist. Das fünf Zoll große, gut ablesbare Display lässt sich gut mit einer Hand bedienen. Es löst - und das ist in der Klasse nicht selbstverständlich - mit FullHD auf. Da bietet die Konkurrenz häufig nur einen HD-Bildschirm.

Der Akku hat eine ordentliche Kapazität von 3000 mAh. Da ist genügend Power vorhanden, um ganz ohne Probleme über den Tag zu kommen. Hier bietet das etwas teurere Sony Xperia XA nur 2300 mAh.

Auf der Rückseite des K6 finden sich tatsächlich zwei Lautsprecher, sogar mit Dolby-Atmos-Unterstützung. Damit lässt das günstige Smartphone manch einen teureren Rivalen soundtechnisch im Regen stehen. Unverständlich: Die beiden Miniboxen liegen quasi direkt nebeneinander am unteren Rand. Hätte man eine oben am Gerät platziert, wäre der Stereoklang noch deutlich besser gewesen.

Auch noch erwähnenswert: Das Lenovo K6 hat einen recht zuverlässig funktionierenden Fingerabdrucksensor auf dem Rücken - auch das ist für den Preis nicht selbstverständlich. Etwas kurios ist der an der Oberseite, neben der Kopfhörerbuchse, platzierte Anschluss fürs Ladegerät. Möglicherweise war unten wegen der Lautsprecher kein Raum mehr.

Fazit: Mittlerweile bekommt man das Lenovo K6 für knapp über 180 Euro. Für den Preis erhält man einen sehr guten Gegenwert. Und da Lenovo auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte, dass auch ein Update auf Android Nougat geplant sei, kann man mit dem K6 nicht wirklich viel falsch machen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Lenovo K6 - gutes Smartphone in der Mittelklasse

(csr)
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