Smartphone als Sofortbildkamera: Moto Mod Insta-Share Printer im Test

Insta-Share Printer für Motorola-Smartphones im Test: Lohnt sich die Sofortkamera für das Handy?

Nachdem Sofortbildkameras in den 1970er-Jahren populär waren, verschwanden sie in der Versenkung. Mittlerweile feiern sie eine Art Wiederauferstehung. Jüngstes Beispiel: Ein Polaroid-Ansteckmodul für Motorola-Smartphones. Wir haben es getestet.

Mit den Moto Mods genannten Erweiterungen hat Motorola das einzige System von Smartphone-Zusatzmodulen, das sich bislang am Markt durchsetzen konnte. LG etwa war mit einem ähnlichen Versuch kläglich gescheitert.

Das neueste Modell der an die Smartphones der Z-Serie anclipbaren Module ist der Insta-Share Printer von Polaroid. Damit verwandelt sich das Motorola-Smartphone in eine Sofortbildkamera.

Die Installation ist wie bei allen bisherigen Mods denkbar einfach. Einfach die Abdeckung (sofern vorhanden) auf der Rückseite des Motorola-Moto-Z-Smartphones abnehmen und das Kameramodul auflegen. Es wird sofort in die richtige Position gerückt und magnetisch gehalten. Auf dem Display startet automatisch eine Animation, welche die Funktionen des Insta-Share-Printers erklärt und einen am Ende in den Play Store umleitet, um die dazugehörige App herunterzuladen. Eine narrensichere Angelegenheit.

Wurde das Fotopapier in das Printermodul eingelegt, kann auch schon fotografiert werden. Dazu die App des Insta-Share-Printers starten. Von dort landet man in der normalen Kamera-App des Handys und kann mit der gewünschten Einstellung ein Foto aufnehmen.

Anschließend kann die Aufnahme in der Mod-App bearbeitet werden: Es stehen diverse Filter zur Verfügung, das Bild kann beschnitten werden und es können Rahmen, Emojis und Text über das Foto verteilt werden - ganz nach Lust, Laune und Kreativität.

Ist das Werk vollbracht, genügt ein Tippen auf "Drucken" und der kleine Printer beginnt zu rattern. 30 Sekunden später hält man das Sofortbild in den Händen.

  • Testbericht : Motorola Moto Mods - das Baukasten-Smartphone

Möchte man nicht selbst fotografieren, kann die App des Insta-Share-Printers auch mit dem eigenen Facebook-, Instagram- oder Google-Fotos-Account verbunden werden, dann werden die Fotos von dort geladen.

Installation und Bedienung des neuesten Moto Mods sind, wie von anderen Moto Mods gewohnt, sehr einfach und weitgehend selbsterklärend. Etwas schwierig zu finden war der Hinweis, mit welcher Seite nach unten das Papier in den Drucker eingelegt wird (mit der Rückseite!). In der Mini-Anleitung wurde das nicht erwähnt. Eine Kleinigkeit, aber doch sehr ärgerlich.

Die Qualität der ausgedruckten Bilder im Mini-Format (5 x 7,5 Zentimeter) ist nicht mit der eines normalen Fotodrucks vergleichbar. Aber den Anspruch hat der Drucker auch gar nicht. Es geht um lustige Schnappschüsse, die unter Freunden verteilt werden können. Löst man das Papier auf der Rückseite ab, kann das Bild auch aufgeklebt werden.

Ein Problem ist jedoch der Preis. Liegt der Mod mit regulär 168 Euro noch so eben in einem vertretbaren Bereich, sollte man auch die Betriebskosten beachten: 50 Blatt des Original-Fotopapiers kosten fast 30 Euro.

Wer nicht aufs Geld schaut, bekommt mit dem Insta-Share Printer aber eine nette Erweiterung für sein Motorola Smartphone.

Die Moto Mods sind mit folgenden Smartphones von Motorola kompatibel: Moto Z, Moto Z Play, Moto Z2 Play, Moto Z2 Force Edition.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Insta-Share Printer - Smartphone wird Sofortbildkamera

(csr)