Honor 6C Pro im Test - günstiges Smartphone mit Schwächen

Gerät kommt für unter 200 Euro: Honor 6C Pro im Test - günstiges Smartphone mit Schwächen

Huaweis Tochtermarke Honor bringt mit dem Modell 6C Pro rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ein neues Einsteiger-Smartphone mit Mittelklasse-Features auf den Markt. Knapp unter 200 Euro kostet der Androide. Ob das Gerät ein Fall für den Wunschzettel ist, zeigt unser Test.

Nimmt man das Honor 6C Pro aus der Packung, hinterlässt es direkt einen wertigen Eindruck. Das Gehäuse besteht auf der Rückseite größtenteils aus Aluminium und liegt gut in der Hand. Lediglich am oberen und unteren Rand wurde wegen der dahinter liegenden Antennen auf Kunststoff gesetzt.

Das Display ist 5,2 Zoll groß und damit gegenüber dem Honor 6C leicht gewachsen. Was leider gleich geblieben ist, ist die etwas magere Auflösung von nur 720 x 1280 Pixel. Es gibt auch bereits Smartphones in dieser Preisklasse mit FullHD-Display.

Noch unverständlicher wird die Entscheidung von Honor, wenn man auf die technischen Daten des Vorgängers Honor 5C schaut, dort steht nämlich bereits FullHD als Auflösung. Immerhin strahlt das Display mit ausreichender Helligkeit. Und HD-Auflösung verbraucht natürlich weniger Akku-Power als FullHD.

Apropos: Der Akku ist mit 3000 mAh ausreichend dimensioniert, bei normaler Nutzung sind wir im Test locker über den Tag gekommen. Wer es jedoch übertreibt, bekommt Probleme, denn eine Schnelllademöglichkeit hat das Honor 6C Pro nicht.

Ebenfalls gespart wurde bei dem verbauten WLAN-Modul. Das 6C Pro beherrscht nur die bereits etwas alten und langsamen Standards b, g und n, das schnelle ac im 5-GHz-Band sucht man vergeblich.

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Die verbaute 13-MP-Kamera auf der Rückseite kann nicht überzeugen. Fotos bei optimalen Lichtverhältnissen sind noch ganz okay, jenseits davon stößt die Knipse mit f/2,2-Blende aber schnell an ihre Grenzen. Für Fotos unterm Weihnachtsbaum sollte man also zu einer anderen Kamera greifen. Die Frontkamera löst mit 8 MP auf, was für Selfies genügt.

Unterhalb der rückseitigen Kamera sitzt der Fingerabdrucksensor zum Entsperren des Gerätes. Der ist gut erreichbar und arbeitet schnell und zuverlässig. Er dient auch zur Anrufannahme, kann die Kamera auslösen und die Benachrichtigungsleiste öffnen. Diese sinnvollen Erweiterungen kennt man bereits von anderen Honor-Geräten.

32 GB Hauptspeicher hat Honor dem 6C Pro spendiert, das ist für die Preisklasse völlig in Ordnung. Allerdings ist im Auslieferungszustand bereits knapp ein Drittel davon belegt. Der Kauf einer MicroSD-Karte ist also Pflicht. Dann allerdings kann keine zweite SIM-Karte mehr im Honor untergebracht werden.

Der verbaute Achtkern-Prozessor ist ein Mediatek 6750, ihm stehen drei GB Arbeitsspeicher zur Seite. Für ein Unter-200-Euro-Gerät ist das ausreichend, Wunder darf man freilich nicht erwarten. Android kommt in der Version 7.0 zusammen mit der Honor/Huawei-Oberfläche EMUI 5.1. Ein Update auf Android Oreo wurde von Honor angedeutet. Wann es kommt, steht aber in den Sternen.

Fazit: Auch unter 200 Euro darf der Käufer heutzutage ein paar Dinge erwarten: FullHD, schnelles WLAN oder eine halbwegs gute Kamera. Leider kann das Honor 6C Pro keinen dieser Punkte erfüllen. Das Gerät wird sicherlich seine Käufer finden, doch ist die Zahl der Alternativen in dieser Preisklasse sehr groß.

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(csr)
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