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Tisch-Manieren: Smartphones beim Essen gehen gar nicht

Tisch-Manieren : Smartphones beim Essen gehen gar nicht

Fast neun von zehn Deutschen finden es unhöflich, wenn ihr Gegenüber beim Essen immer wieder auf das Smartphone schaut. Das Unbehagen über schlechte Manieren im Umgang mit dem Handy hat sich längst festgesetzt.

Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des Energiekonzerns Eon. Demnach erleben mehr als drei Viertel aller Befragten ein derart unhöfliches Verhalten zumindest gelegentlich.

Das vielleicht erstaunlichste Ergebnis der Umfrage: Das Alter spielt dabei keine tragende Rolle. Auch Jüngere regen sich zuverlässig über Smartphones am Esstisch auf. Der Ärger über Handys am Esstisch steigt mit zunehmendem Alter nur leicht. Rund 2000 Menschen in Deutschland wurden im April befragt.

Freilich ist der Unmut über den ausufernden Gebrauch von Smartphones nicht unbedingt neu. Schon im vergangenen Jahr machten Berichte über den Begriff "Phubbing" die Runde, einer Mischung aus "Phone" und "Snubbing", also Handy und jemanden vor den Kopf stoßen.

Die entpuppten sich zwar als Erfindung einer Werbeagentur. Doch traf die ganz offensichtlich den richtigen Nerv. In Amerika hat der Begriff sich bereits in den Wörterbüchern etabliert.

Dass sich bei der heutigen Generation in quasi globalem Umfang Unbehagen breit gemacht hat, wenn echte menschliche Kontakte dem Handy zum Opfer fallen, bewies im vergangenen Jahr auch der überwältigende Erfolg des Videos "I forgot my Phone", in dem eine Frau auf berührende Weise schildert, wie sie zunehmend vereinsamt, weil sie ihr Handy nicht dabei hat.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Video: Die Horrorvision der Smartphone-Welt

(dpa)