iPhone-Kopfhörer: Apple AirPods im Test - und sie halten doch

Kabellose iPhone-Kopfhörer : Apple AirPods im Schnellcheck — und sie halten doch

Überraschend hat Apple die kabellosen AirPods doch noch vor Weihnachten auf den Markt gebracht. Wir haben uns den schon viel verspotteten Kopfhörer für iPhone und iPad angeschaut.

Nachdem die kleine, quadratische Pappbox geöffnet ist, liegt eine weiße Pillendose vor einem. Dann geht alles ganz schnell: Kaum ist der Deckel aufgeschnappt, poppt auf dem iPhone auch schon eine Meldung auf. "AirPods" steht da, ein Bild der Pillendose und die Schaltfläche "Verbinden" ist zu sehen.

Ein Klick darauf und zwei Sekunden später steht in der Meldung "AirPods von Christoph". Das war schnell. Keine Fummelei in den Bluetooth-Einstellungen, nur ein Klick und fertig.

Die Meldung zeigt auch noch zwei Bildchen an. Neben die Pillendose ist eine Abbildung der Mini-Ohrhörer getreten, darunter zwei Akku-Symbole und je eine Prozentzahl, die den Ladestatus angibt. Dazu muss man wissen: Nicht nur die beiden Ohrstöpsel haben Akkus verbaut, sondern auch die Aufbewahrungsdose.

Das ist praktisch, denn so werden die AirPods geladen, sobald man sie gerade nicht benötigt und zurück in die Dose steckt. Damit sollten man Akku-technisch locker über den Tag kommen. Wie lange die Akkus tatsächlich halten, muss ein ausführlicher Test zeigen.

Über einen kleinen, unscheinbaren Knopf auf der Rückseite der Pillendose lassen sich die AirPods auch mit Nicht-Apple-Bluetoothgeräten koppeln, also auch mit Android-Smartphones.

Die AirPods aktivieren sich erst dann, wenn sie auch im Ohr sitzen. Liegen sie auf dem Tisch, kommt die Musik ganz normal aus dem iPhone-Lautsprecher. Nimmt man einen der Stöpsel aus dem Ohr, stoppt die Wiedergabe sofort.

Zweimaliges Tippen auf einen der AirPods startet Siri. Klingelt das iPhone, läst sich so auch ein Anruf annehmen. Bei der Kopplung mit einem Android-Gerät sind diese Feature nicht verfügbar.

Dann folgt die alles entscheidende Frage: Halten die Hörer auch im Ohr? Merkwürdig, aber sie halten tatsächlich. Mit den normalen EarPods hat der Tester nämlich immer so seine Probleme. Um die Aussage zu relativieren: Die AirPods halten, wenn man damit vor dem Rechner sitzt und Musik hört oder auf dem iPad einen Film schaut.

Joggen gehen würde der Tester damit allerdings nicht, dafür sitzen die Stöpsel doch — zumindest gefühlt — zu locker im Ohr.

Bei einem ersten Soundcheck machen die AirPods einen guten Eindruck. Auch bei voll aufgedrehter Lautstärke sind kaum Verzerrungen zu hören. Bei "Paradise" von Coldplay kommt die anfängliche Basssequenz (nach ca. 30 Sekunden) mit ordentlichem Druck ins Ohr. Wie gesagt, das ist ein erster schneller Eindruck.

Nicht hundertprozentig zufrieden waren wir mit der Verarbeitung unserer Test-AirPods. An beiden Steckern war zwischen dem Hauptelement und dem vorderen Ohrteil die Naht deutlich spürbar, an einer Stelle, die möglicherweise am Ohr scheuern könnte. Das geht besser.

Vor allem, wenn man den Preis berücksichtigt, der ist mit 179 Euro recht knackig. Aber vielleicht lässt sich das Christkind ja überzeugen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Apple AirPods - die kabellosen Ohrhörer im Test

(csr)